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	<description>Kaffee, Espresso, Maschinen, Bohnen, Tipps &#38; Tricks</description>
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		<title>Zu Besuch bei Rocket</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 11:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rocket Espresso]]></category>

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		<description><![CDATA[Selten trifft es die Zuschreibung „klein, aber fein“ derart vortrefflich wie im Falle der italienischen Espresso­ma­schinen-Manufaktur Rocket Espresso Milano. Gerade einmal 15 Mann fer­tigen im Vorort Settala seit ein paar Jahren mit stoischer Konsequenz Siebt­räger, die zum Wertigsten gehören, das die Branche heute zu bieten hat. Grund genug für uns, den Jungs mal einen Besuch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/rocket-berenbruch-meo.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3445];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3449" alt="rocket-berenbruch-meo" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/rocket-berenbruch-meo.jpg" width="560" height="180" /></a>Selten trifft es die Zuschreibung „klein, aber fein“ derart vortrefflich wie im Falle der italienischen Espresso­ma­schinen-Manufaktur Rocket Espresso Milano. Gerade einmal 15 Mann fer­tigen im Vorort Settala seit ein paar Jahren mit stoischer Konsequenz Siebt­räger, die zum Wertigsten gehören, das die Branche heute zu bieten hat. Grund genug für uns, den Jungs mal einen Besuch abzustatten.</strong></em></p>
<p>WER SICH MIT Rocket trifft, der trifft sich in aller Regel mit einer Troika. Nicht nur das: Er trifft sich mit drei Ge­ne­ra­tio­nen und – wenn man genau hinschaut – so­g­ar mit drei Nationalitäten. Da wäre zu­nächst der gebürtige Neuseeländer An­drew Meo, ein drahtiger, verblüffend jung­enhafter Fünfzigjähriger, weltgewandt, intelligent und ein absoluter Rad­freak (was kurioserweise erstaunlich oft auf Siebträger-Fans zutrifft). Er ist gewis­s­er­­maßen der Businessman der Firma. Der zweite im Bunde, Daniele Be­ren­bruch, Italiener, Mitte 30, mag auf den ers­ten Blick seltsam unbeholfen wirken, ent­puppt sich aber schnell als technisch mit allen Wassern gewaschen – und ist ne­benbei vermutlich der netteste Kerl im gan­z­en Espresso-Zirkus. Und schließlich: dessen ehedem aus Deutschland ein­gewanderter Vater Friedrich Be­ren­bruch, ein nie versiegender Anekdoten-Quell und gewissermaßen der Spiritus Rec­tor, als Gründer von Espresso Coffee Ma­chines in Mailand in den Neunzigern ver­antwortlich für die beiden legendären Haus­haltsmodelle Giotto und Cellini auf E61-Basis, die heute zumindest rein äu­ßer­lich und vom Namen her den Kern des Rocket-Universums bilden. Offiziell ist Berenbruch senior lediglich angestellt und explizit kein Teil der Ge­schäfts­lei­tung, doch ohne den quirligen, erst 2011 dazu gestoßenen Espresso-Viel­trin­ker wäre das Bild nicht komplett. Wen Be­ren­bruch wirklich mag, dem mailt er kom­men­tarlos eine vier Mega­by­te große Au­f­lis­tung aller jemals gebauten professionellen Siebträ­ger­ma­schi­nen. Ge­mein­sam sind die drei eine Show. Sie sind nichts weniger als der le­ben­dige Beweis, dass kulturelle und mensch­liche Ge­gen­sätze mitunter das Salz in der Suppe (in diesem Falle ein kur­zes koffeinhaltiges Heißgetränk) sein können.<br />
Beim Betreten des rotbraunen Fir­men­ge­bäudes wird jedenfalls schnell deutlich, dass es hier um mehr geht als um das Produzieren und Verkaufen von Es­pres­­somaschinen. Es geht um ein Le­bens­­gefühl, die Passion, die diese drei Men­­schen miteinander teilen und die – da reicht ein kurzer Blick auf die Website – Rocket zu so etwas wie der Rock’n’Roll-Fraktion unter den Siebträger-Schmie­den macht. Man spürt förmlich, dass die Mit­arbeiter Spaß haben; es wird ge­flachst und viel gelacht, trotz Überstunden. Zu behaupten, dass dies derzeit über­all in der Branche so sei, wäre eine glat­te Lüge. Spätestens, wenn man am Bü­ro des Chefentwicklers Ennio Berti (auch er ein Urgestein mit Legen­den­sta­tus) vorbeiläuft, der mit Hingabe und ohne jede Hektik nach wie vor gerne am Reiß­brett entwirft(!), weiß man: Die He­r­ren meinen’s ernst.<br />
Sie zweifeln? Dann raten Sie doch einmal, wo And­rew Meo wohnt. Eben: in Crema, wo sonst.</p>
<p><strong>Herr Berenbruch Junior, Mr. Meo:</strong> Wie sah heute Ihr jeweils erster Caffè aus &#8230; und wie war er? Andrew Meo: Bei mir per­sönlich startet jeder Morgen mit ei­nem Kaffee aus der heimischen Mac­chi­na. Ich bin schwer zu ertragen di­rekt nach dem Aufstehen. Die erste Tas­se än­dert das zwar bestenfalls graduell, aber im­merhin. Der heutige Versuch war ganz in Ordnung, aber mit Luft nach oben, denn momentan probiere ich mal wie­der mit einem bodenlosen Siebträger he­rum. So­bald ich hier in der Firma zur Tür he­rein­­spaziere, kommt dann eh prompt Fried­rich um die Ecke und fragt, ob wir nicht gemeinsam eine Tasse trinken sollten.<br />
<strong>Daniele Berenbruch:</strong><em> (lacht)</em> Mein Vater kennt da kaum ein Limit, stimmt. Um die 30 Espressi am  Tag können es bei ihm durch­aus mal werden. Im Ge­gen­satz zu Andrew beginne ich als Ita­liener meinen Tag mit einem Cap­puccino auf dem Weg zur Arbeit. Al banco in der Bar, ganz klassisch.<br />
Wann fängt man bei solch einem Vater mit dem Kaffeetrinken an? Be­ren­­bruch: Ziemlich spät. Ich muss so sech­­zehn, siebzehn gewesen sein. Als ich jünger war, war mir der Kaf­fee­ge­schmack immer zu stark. Ich war ein echtes Weichei, fürchte ich.<br />
<strong>Meo:</strong> <em>Bei mir war das ganz ähnlich, allerdings aus komplett anderen Gründen. Als ich jung war, existierte in Neu­see­land quasi keine Kaffeekultur. Ich erinnere mich, dass es bei uns in der Stadt ei­nen La­den gab, in dem mein Vater ab und an frisch gerösteten Kaffee für die Fil­ter­ma­schi­ne kaufte. Obwohl ich den Ge­ruch durch­aus mochte, trank ich meine ers­te Tas­se sicher nicht vor meinem zwan­zigs­ten Lebensjahr. Kaffee galt da­mals einfach nicht als angesagtes Ge­nuss­mittel, sondern als Alte-Leute-Ge­tränk; das war etwas, das deine Onkels und Tanten aus Thermoskannen tranken (lacht).</em></p>
<p>Dann bleiben wir doch gleich mal in­ter­national: Rocket Espresso ist ja in vie­lerlei Hinsicht anders als andere auf den ersten Blick ähnliche Her­stel­ler. Wie kam es zu dieser weltum­span­nenden Liaison zwischen Neu­see­land und der Lombardei? <strong>Meo:</strong><em> Um es nicht zu umfänglich werden zu lassen: Ich be­trieb seinerzeit in Neuseeland ge­mein­sam mit unserem ehemaligen Part­ner Jeff Kennedy eine Rösterei na­mens Caffè l’affare, mit der wir zu­gleich sehr erfolgreich italienische Ma­schinen importierten und vertrieben – vor allem die ECM Gio­tto, die Jeff um die Jahr­tausendwende auf einer Messe entdeckt hatte. Bald ver­kauf­ten wir pro Jahr um die 500 Stück da­von. Als Espresso-Cof­fee-Machines-Grü­nder Friedrich Be­ren­bruch wenig spä­ter entschied, sich fort­an nur noch auf die Gastronomiespar­te konzentrieren zu wollen, schlug Jeff kurzerhand vor, dass wir ihm die Mar­kenrechte für die Haus­haltslinie ab­kaufen sollten. Das ha­ben wir dann 2007 schließlich auch ge­tan und Rocket Es­presso Ltd. gegründet. Wir haben da­rauf­­hin alle unsere gut lau­fenden Un­ter­neh­mungen in Neu­see­land verkauft und ich zog nach Mailand um. Unsere heu­tigen Modelle sind übrigens komplette Eigenentwicklungen.</em></p>
<p>Mit Verlaub: Hat man Sie daheim nicht gefragt, ob Sie noch alle Tassen im Schrank haben? Meo: In der Tat hat man das. Aber Made in Italy ist eben nicht nur eine hohle Phrase, sondern sollte auch ein entsprechendes technisches und kulturelles Fundament haben. Des­halb haben wir dann relativ schnell Da­niele überredet, als Teilhaber einzusteigen.<br />
<strong>Berenbruch:</strong><em> 2011 – drei Jahre nach dem Aus seiner eigenen Firma – ist schließlich auch mein Vater zu uns gestoßen und wir produzieren hier in Settala wieder am alten Standort. Eigentlich ist es eine große Familienzusammenführung, wenn man so will (lacht). Technisch dagegen sind alle unsere Modelle komplette Neuentwicklungen.</em></p>
<p>War Ihnen von Beginn an klar, dass Sie beruflich in die Fußstapfen Ihres Va­ters treten würden? <strong>Berenbruch:</strong> <em>Ja, denn es gab nichts, was ich lieber getan hät­te. Als dann Andrew und Jeff anfragten, war das sogar noch eine Art Eman­zi­pation. Für eine Weile brauchte ich dieses Freischwimmen von meinem Vater. Heu­te fühlt es sich anders an, wir disku­tie­­ren auf Augenhöhe.</em><br />
<strong>Meo:</strong> <em>Als Personen könnten die beiden üb­rigens nicht verschiedener sein. Da­niel­e und Friedrich sind wie Sonne und Mond (lacht). Was Friedrich so einzigartig und unersetzbar macht, ist sein im­men­ser Erfahrungsschatz. Der Mann baut und verkauft mit Hingabe Es­pres­so­maschinen seit 1978! Rocket ist erst knapp sechs Jahre alt – aber wir profitieren von einer langen Historie unter an­derem Namen.</em></p>
<p>Was fehlte Ihnen bei anderen Her­stellern – und was wollen Sie anders ma­chen?<strong> Meo:</strong> <em>Für mich war in meiner lang­­jährigen Laufbahn als Unternehmer schon immer ein Faktor ganz wichtig: Kun­­denservice. Viele Firmen fertigen tol­le Produkte, doch sobald etwas schiefläuft, beißt man als Kunde auf Granit. Das soll einem bei Rocket nicht passieren – und ich denke, das ist ein Teil un­se­res Er­folges. Ein anderer könnte in der Tat un­ser internationaler Background sein. Wir agie­ren anders, als es ein tradi­tio­­­nelles ita­lie­­nisches Unternehmen tun wür­de, etwa in Marketingfragen oder auch, was die Lo­gistik betrifft. Schauen Sie sich zum Bei­spiel unsere Website an. Für uns hat die Fra­ge nach der Mar­ken­er­fahrung durchaus Gewicht, da gehen wir weiter als das Gros der nationalen Mit­bewerber.</em></p>
<p>Gibt es demgegenüber auch Dinge, die sie zur Weißglut treiben beim je­weils anderen Temperament? Das ist ja beinahe eine Art cultural clash &#8230; <strong>Meo:</strong> <em>(Überlegt) Ich weiß hun­dert­­pro­zen­tig, dass ich insbesondere Fried­rich von Zeit zu Zeit in den Wahn­sinn treibe mit mei­nem sturköpfigen Per­fektionismus, der jede Deadline ad ab­surdum führt. Bei mir ist nichts ir­gend­wann mal abgehakt und fertig. Ich bin ein verdammter De­tail­freak, vermutlich auch ein Pedant. Zu­min­dest be­hauptet das meine Frau (lacht).</em><br />
<strong>Berenbruch:</strong><em> In der Mitte stehe ich ge­wisser­ma­ßen und fungiere als Mo­de­ra­tor, in­dem ich ein Auge auf das real Mach­ba­re habe. Letztlich ergänzt sich das sehr gut. Andrew ist bei uns oft derjenige, der ein­­getrampelte Pfade infrage stellt, und ich denke, das ist enorm wichtig. Es macht uns in Kombination mit unserer über­­schaubaren Größe beweglich und schnell.</em></p>
<p>Was nervt Sie konkret an Ihrem Vater, Herr Berenbruch? Das ist ja schon ei­ne spezielle Konstellation. <strong>Beren­bruch:</strong> <em>Obwohl eigentlich er der Deut­sche von uns beiden ist, wirkt er in ei­nem speziellen Punkt eindeutig italienischer als ich: Etliche Dinge ließen sich ver­­mutlich in zwei Minuten klären – mit mei­­nem Dad dauert es mindestens eine hal­­be Stunde (lacht). Nicht zuletzt deshalb, weil er zu allem und jedem eine Ge­­schichte parat hat. Mit Andrew spiele ich gewissermaßen Pingpong – mit Fried­­rich laufe ich Marathon. Wichtig ist ­al­­lerdings beides: das Ideen-Feuerwerk und der immense Fundus an Erfahrung. Auch wenn es einen teils nervt (überlegt). Wis­­sen Sie, ich denke, für ihn war es an­fangs nicht leicht, seine Vaterrolle außen vor zu lassen – zumal als derjenige von uns, der ungeachtet seines Alters kurio­ser­­­weise zuletzt an Bord gekommen ist. Ich habe diese Firma mitgegründet, nicht mein Vater. Das muss er – all seiner Erfahrung zum Trotz – res­pek­tieren. Sicher beißt er sich hie und da auf die Zunge, wenn er sieht, wie un­kon­ven­tio­­nell wir die Dinge anpacken.</em></p>
<p>Ge­rade in Australien und Neuseeland ist Rocket heu­te beinahe schon ein Sy­nonym für Espresso­maschine. Was ist das Spezielle am dortigen Markt, Mr. Meo? <strong>Meo:</strong> <em>Nun, dass es bis vor Kur­zem eben keinen gab – und wir ihn mit einigen anderen Verrückten qu­a­si neu schaffen konnten. Wir starteten bei null, so mussten wir nicht erst ge­gen lieb­gewordene falsche Routinen an­kämp­fen. Jeder Neukunde bekam ein grund­le­gen­des Training, weil er ohne vor der Sieb­trägermaschine gestanden hät­te wie der Ochs vorm Tor. Und da 4 Mil­lionen Ein­wohner eine begrenzte Grö­ße sind, spre­chen sich derlei Dinge ent­sprechend schnell rum. Heute gibt es ei­nen enorm ho­hen Standard in den Ca­fès, den die Gäs­te natürlich in der heimischen Küche re­produzieren möchten. Da hat nahezu kei­ner einen Voll­auto­maten.</em></p>
<p>Aber wie kamen Sie seinerzeit persönlich zum Kaffee?<strong> Meo:</strong><em> Gute Fra­ge &#8230; das kam einfach so. Ich hatte zuvor in der Tat schon etliches durch: Ich reparierte Autos, fuhr professionell Rennrad, betrieb ein Restaurant. Von dort war der Weg zum Kaf­fee dann gar nicht mehr allzu weit. Aber im Grunde bin ich seit meinem 22. Lebensjahr Un­ter­nehmer. Im Englischen sagen wir: „Jack of all trades, master of none.“(Lacht) Das trifft es in meinem Fall ganz gut.</em><br />
<em> </em></p>
<p>Nach einigen Jahren, die Sie sich mit Ro­­cket ganz und gar dem Hau­s­halts­seg­­­ment gewidmet haben, haben Sie vor einiger Zeit ein komplett neues Fass aufgemacht und bauen mit der RE-Serie nun auch Profimaschinen für die Gastronomie. Wie kam es konkret da­­zu?<strong> Meo:</strong><em> Wir haben das lange zu­vor dis­­kutiert, weil wir im Hinterkopf stets be­­­fürchteten, zu eindimensional zu sein. Die Welt bewegt sich schnell, sie ist ein häss­­­licher Ort, der dir keine Fehler ver­zeiht. Ein zweites Standbein neben dem Haupt­­­­geschäft ist da keine schlech­te Idee. Spä­­­testens als Friedrich mit all sei­ner Er­fah­rung zu uns stieß, lag der Schritt auf der Hand. Es wäre ziemlich dumm gewesen, diese Chan­ce nicht zu er­grei­fen.</em></p>
<p>Fest steht: Sie drängen hier auf einen Markt, der schon ohne Rocket un­glaub­­­lich hart umkämpft und dicht ist. <strong>Meo:</strong> <em>Stimmt. Weil wir wissen, dass wir ein tolles, konkurrenzfähiges Pro­dukt ha­ben. Wir konzentrieren uns aufs We­­­sent­liche, verbessern Details, die an­dere seit Jahren nicht weiter beachten, statt mit schi­cken Displays und anderen ober­­­fläch­lichen Gimmicks zu protzen. Klar sind die Paddle-Groups von Mar­zoc­co dolle Din­ger – aber braucht man sie als Ba­rista im normalen Bar-Alltag? Kaum. Da kommt es doch eher auf Zu­ver­läs­sig­keit und Servicefreund­lich­keit an. Da­rauf, ob man einen Dampf­hahn bei lau­fen­der Maschine wechseln kann. Ge­nau auf solche Dinge legen wir das Au­gen­merk. Eine Rocket strahlt eine ganz grundsätzliche Wertigkeit aus – und ich be­zweifle, dass der Espresso auch nur ei­nen Deut schlechter ist als aus einer Stra­da oder einer anderen Mul­ti­boi­ler­ma­schi­ne.</em></p>
<p>Ihre Maschinen setzen demgegenüber auf traditionelle Wärme­tau­schertechnik, gesteuert über eine PID-Kontrolle. Aber geht das wirklich: eine konsistente und stabile Tem­peratursteuerung über den Ke­s­sel – bei bis zu 4 Gruppen und 28 Litern Inhalt? <strong>Berenbruch:</strong> <em>Natürlich, es dauert halt bloß eine Weile, Änderungen durchzuführen. Will ich im Ta­ges­betrieb ständig variieren, ist dies natürlich nicht der Weg, aber meist geht es ja eher um eine grundsätzliche Anpassung an einen Hausblend. Um das System tem­pe­ra­tur­sta­biler zu machen, haben wir die Wär­m­e­­tauscher im Vergleich zu ähn­lichen Maschinen deutlich vergrößert.</em><br />
<strong>Meo:</strong> <em>Am Ende ist die Frage immer, wo mein Fokus als Nutzer liegt. Uns war die Sta­­bilität des Systems, das Fundament wichtiger.</em></p>
<p>Es sind dennoch andere Features, die die RE-Serie auszeichnen. Wer kam auf die Idee, Geldautomatenknöpfe zu verwenden? <strong>Meo:</strong> <em>(Lacht) Sie meinen un­sere Portionstaster? Das war ich; ich bin ein frustrierter Designer und das meis­te, was an dieser Stelle von der Kon­kur­renz verbaut wird, sieht nicht nur be­schei­den aus, sondern ist auch unfassbar minderwertig verarbeitet. Es musste ganz einfach etwas Besseres geben. Man muss bloß darauf kommen, indem man ab­seits ausgelatschter Pfade danach sucht. Etwa in England. Den großen Be­zugs­taster an unseren Halb­automaten wiederum findet man ge­wöhnlich an CNC-Maschinen oder Ge­räten für Quer­schnitts­gelähmte.</em></p>
<p>Gab es trotz allem Kollegen, die Ihnen mit Häme begegnet sind? <strong>Be­ren­bruch:</strong><em> Zumindest nicht offen, aber es gab Zweifel. Letztlich aber war die Skepsis damals bei Einführung der Haushaltsmaschinen weitaus größer. Da sind wir in manchen Ländern regelrecht gegen die Wand gelaufen. Das war unsere Reifeprüfung.</em></p>
<p>Geht die Rechnung denn bis dato auf? <strong>Meo:</strong> <em>Die Entwicklung ist durchaus viel­versprechend. Natürlich dauert es, ein derart neues Produkt im Markt zu ver­ankern, doch der Anfang ist gemacht. In Australien reißen sie uns die RE-Serie ge­radezu aus den Händen. Prob­le­ma­tisch ist es überall da, wo große Ma­schinen ausschließlich zu Schleu­der­preisen über Röstereien, also über den Kaffee, verkauft werden wie hier in Italien. Da ist die Marge gleich null.</em></p>
<p>Was glauben Sie: Wie wird sich der Markt in den kommenden Jahren verändern?<em><strong> Berenbruch:</strong> Technisch wird es vermutlich eine Diversifizierung geben: Auf der einen Seite wird die Konstanz, die Reproduzierbarkeit der Espresso­qua­lität ein Thema sein – auf der anderen, im Bereich Speciality Coffee, gerade das Ge­genteil: Personalisierung, Variabilität, Ein­flussnahme des Barista in Echtzeit. Die­ser Trend dürfte weiter anhalten, sich aber kontinuierlich weiter vom Main­stream abkoppeln.</em><br />
<strong>Meo:</strong> Gleichzeitig werden immer billigere, minderwertige Maschinen in den Markt drängen, weil man sich davon gro­ße Stückzahlen verspricht. Eine sehr kurz­sichtige Entscheidung. Für uns kann das jedenfalls nicht der Weg sein.</p>
<p>Interview und Fotos: Patrick Großmann</p>
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		<title>der Maschinist vs. Marzocco GS3</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 07:28:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Allein der Firmenname geht runter wie ein Löffelchen Crema: La Marzocco. Das klingt nach Ita­­lien, nach Klasse, nach in jeder Silbe verborgener Geschichte. Da verwundert es dann auch kaum, dass das 1927 gegründete Familienunternehmen aus Florenz einige der anerkannter­ma­­ßen besten Espressomaschinen der Welt zu verantworten hat. Eine davon – der Dualboiler GS3, ge­testet in der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/gs3_marzocco.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3426];player=img;"><img class="alignright size-full wp-image-3427" alt="gs3_marzocco" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/gs3_marzocco.jpg" width="560" height="180" /></a><em><strong>Allein der Firmenname geht runter wie ein Löffelchen Crema: La Marzocco. Das klingt nach Ita­­lien, nach Klasse, nach in jeder Silbe verborgener Geschichte. Da verwundert es dann auch kaum, dass das 1927 gegründete Familienunternehmen aus Florenz einige der anerkannter­ma­­ßen besten Espressomaschinen der Welt zu verantworten hat. Eine davon – der Dualboiler GS3, ge­testet in der Version mit Dosierautomatik – kann man sich als Nonplusultra-verliebter Heim­­barista sogar in die eigene Küche stellen. Vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist verfügbar.</strong></em></p>
<p>ERSTKONTAKT<br />
Gut, es ist nicht nur das liebe Weih­nachts­geld, was für ein solches Schätz­chen fällig wird. Auch über Nutzen und Ver­bleib von Toaster und Mikrowelle dürf­te sich so manches Ehepaar mittleren Alters treffliche Scharmützel liefern. Am Ende aber steht sie da (oder eben auch nicht&#8230;) und wird ob ihrer Ge­wichts­­klasse vermutlich auch eher selten ver­rückt: Eine Marzocco GS3, das sind  33 Ki­lo Siebträger-Grandezza mit reichlich aus­ladendem Hinterteil und durchaus ei­genständigem Design, das vor allem ei­nes suggeriert: Ich bin nicht irgendein, nein – ich bin DAS Gerät! Wer sich für zu­hause eine GS3 zulegt, der kauft sich (ab­gesehen von ein paar Luxus-Exoten wie Kees van der Westen oder Synesso) ganz bewusst das Ende der Espresso-Stan­ge. Entsprechend üp­pig präsentiert sich das mitgelieferte Zubehör, zu dem neben den obligatorischen Profi­schläu­chen für Zu- und Ab­fluss unter anderem ein extrem schwerer Edelstahltamper, zwei Sieb­trä­ger mit pfiffiger, integrierter Tam­pinghilfe (siehe Foto), Prä­zisions­siebe sowie eine Groß­pa­ckung Kaf­fee­fett­löser gehören.<br />
An der Verar­bei­tung der handgebauten Mac­­china selbst gibt es auf den ers­ten Blick folgerichtig wenig zu mä­keln. Alles sitzt satt und sauber, so­gar die Sei­ten­teile aus Kunststoff wirken ver­g­leichs­wei­se wertig, wenngleich sie sicher nicht hätten sein müssen bei dem aufgerufenen Ta­rif. (Wer das letzte Quäntchen Hap­­tik sicherstellen möchte, der kann für ca. 500 Euro Aufpreis optional Se­i­ten­teile aus Sekurit-Glas ordern.) Bei ge­nau­erer Inspektion fallen dann aber doch ein paar Details auf, die man in dieser Kategorie nicht unbedingt sehen möch­te. Zum Beispiel scheint die Kunst des Ent­gratens offenbar auch in Florenz noch nicht so ganz angekommen zu sein und auch das verbaute Bedienfeld hät­te sowohl bessere Taster als auch ein form­schöneres Display vertragen können. Hier wird nicht mehr als Stan­gen­ware geboten, schade. Am meisten indes hat sich der Maschinist über den fest ver­bau­­ten Tank geärgert, der sich erst nach einiger Fummelei hinter der zwar üppig di­mensionierten, aber aus klapprigem Plas­tik gefertigten Abtropfschale verbirgt. So gerät jedes Nachfüllen zur ner­vi­­gen Strapaze, Entleeren oder Säubern (!) ohne Werkzeug nachgerade zur Un­möglichkeit. Fast vermutet man Kalkül hin­ter dieser Farce; eine sanfte Art der Druck­ausübung für Festwasser-Muffel. Denn eigentlich gehört ein solches Schätz­chen fraglos an die Wasserleitung.<br />
VON AUSSEN NACH INNEN<br />
Aber kommen wir zu durchweg Erf­reu­li­chem: den inneren Werten. Und die ha­ben es sprichwörtlich in sich: Die für klei­nere Bistros ausreichend dimen­sio­nier­ten Kessel mit fetten 1,5 (Kaffee) res­pek­tive 3,5 Litern Inhalt (Dampf; isoliert) sind kompromisslos aus Edelstahl, sämtliche verbauten Teile stammen aus La Marzoccos Gastromaschinen. Ungeach­tet der enormen Enge wirkt alles penibel an­geordnet und verdrahtet und natürlich kommt eine Rotationspumpe zum Ein­satz. Aufgrund der Marzocco-eigenen ge­sättigten Brühgruppe sowie eines Ex­tra-Wärmetauschers, der das in den Brüh­boiler nachfließende Kaltwasser zu­vor anwärmt, sollten sich Tem­peratur­schwan­kungen auf kaum messbare Grö­ßen­ordnungen beschränken. Auch der ge­legentliche Teetrinker schwelgt im Lu­xus, indem er mittels eines rechts unter der Abdeckung positionierten Fein­ventils die Gelegenheit erhält, nach Gus­to Kaltwasser beizumischen. Alle anderen relevanten Parameter wie Bezugs­men­gen, Präinfusionszeiten, Heiz­mo­dus, die Brühtemperatur und die PID-Ein­stellungen en detail sind von außen be­quem über das Bedienfeld zu kontrollieren und recht intuitiv zu programmieren. Wir empfehlen dennoch dringend die genaue Lektüre des in seiner Aus­führ­lichkeit vorbildlichen Handbuchs, besser noch: den Aufbau durch einen sach­kundigen Fachhändler vor Ort. Warum? Nur Geduld &#8230;</p>
<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/GS3-back.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3426];player=img;"><img class="alignright size-full wp-image-3431" title="GS3" alt="GS3-back" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/04/GS3-back.jpg" width="700" height="469" /></a><br />
AUF HERZ UND NIEREN<br />
Selten war der Maschinist derart ge­spannt vor der Erstinbetriebnahme. Nach dem Betätigen des rückwärtigen Wipp­schalters ist die Maschine zunächst im Stand-by-Modus. Wir entscheiden uns zu­nächst für einen Gegencheck der vorein­gestellten Werksparameter – und su­chen (ganz Profigerät) vergeblich nach der Sprache Deutsch. Zumindest eine ru­dimentäre Kenntnis des angelsächsischen Idioms ist damit beinahe schon ver­pflichtend. Ein Druck auf den Stand­by-Schalter und &#8230; wir hören so gut wie nichts! Zwar werden simultan beide Boi­ler gefüllt, doch die GS3 ist derart flüster­lei­se, arbeitet so vibrationsarm, dass man nebenher entspannt Beethoven-So­na­ten hören könnte. Allein das Schalten der Ventile ist ein soundmäßig derart sat­tes „Klack“, dass einem als Heim­ba­ris­ta das Herz höher schlägt. So weit, so gut und simpel.<br />
Nun fordert zunächst die gesättigte Brüh­gruppe unsere volle Auf­merk­sam­keit, die im Zuge der Installation mittels ei­ner oben auf dem Kopf angebrachten Schrau­be ma­nuell entlüftet werden muss, damit sie ihre ganze Größe aus­spie­len kann. Hat man dies er­ledigt, ist wei­­terhin die Jus­tage des Ex­pan­sion­s­ven­tils (und da­mit des Brüh­drucks) angezeigt, das sich hinter der Auf­fang­schale oben links versteckt. Nach­dem auch dies bei Blind­siebbezug getan ist, kann es los­ge­hen. Dass der Vor­gang selbst bei Licht be­trachtet nichts an ei­ner Heim­­maschine zu suc­hen hat, steht auf einem an­­deren Blatt. Denn weder möchte man sich nach solch üppigem monetärem In­vest­ment beim Drehen des feuchtheißen Ex­pan­sion­s­ventils die Fin­ger verbrühen, noch kann man sich hierbei auf die lediglich auf Englisch verfasste Be­die­nungs­anleitung verlassen, die dum­mer­­weise die Dreh­rich­tungen ver­­tauscht. Plug-and-Play geht fraglos an­ders. Aber ein Gerät wie die GS3 ist eben ver­mutlich auch nichts für Lies­chen Mül­ler, son­dern für den kundigen Akri­bi­ker. Letz­teres gilt umso mehr für die al­ter­nativ erhältliche Paddle-Version, bei der man über einen oben an der Brüh­gruppe angebrachten Schieber so­wohl Pum­pendruck als auch Dauer der Ex­­tra­k­tion komplett in Echtzeit manuell steuert.</p>
<p>Nach bei den ge­gebenen Boi­ler­größen flin­ken 13 Mi­nuten kann es dann los­gehen. Das Display im­­mer im Blick, das den Ba­ris­ta jederzeit über alle wich­­tigen Pa­­ra­me­ter informiert, interessierte uns vor dem sensorischen Test zu­erst die tatsächliche Tem­pe­ra­tur­­stabilität. Und die, da gibt es kein Ver­tun, ist le­gendär: Auch bei wirklich aus­gie­bigen Be­zü­gen, die im Alltag kaum vor­kommen dürften, konn­ten wir im „Full“-Modus lediglich Ab­wei­chun­gen von 0,2 °C nach oben und unten ver­zeich­­nen. Selbst bei he­run­ter­ge­dros­sel­ter Heiz­leis­tung waren die Werte noch über alle Zweifel erhaben. Die Program­mie­rung der Volu­met­rik geht ebenfalls kin­d­erleicht von der Hand und nachdem wir uns mit unserem bewährten Test-Setup an einen brauch­baren Mahl­grad herangepirscht ha­ben, sieht schon der erste Espresso bei 92 °C verdammt an­spre­chend aus. Ein biss­chen Mühlen-Fine­tu­ning, später läuft die sardische Gran Mis­cela dann wie Öl aus dem Dop­pel­sieb­trä­ger. Das letzte Quänt­­chen Tie­f­gang kitzeln wir schließlich per PID aus dem Caffè, der uns bei 93,5 °C restlos begeistert. Und wem der Sinn nach letztgültigen Wahrheiten steht, dem bleibt – Fest­was­serbetrieb vo­raus­gesetzt – ja immer noch das weite Feld der durch den an­lie­gen­­den Lei­tungs­druck generierten und va­riabel pro­g­rammierbaren Präinfusion. Lang­wei­­lig wird’s einem mit der GS3 be­stimmt nicht. So weit, so formidabel, doch es kommt noch besser. Speziell der ambitionierte Lat­­te-Künstler findet in der kleinen La Mar­­zocco sein wahres Eldorado. Wie nicht anders zu erwarten, bläst einem der 3,5-Liter-Dampfkessel bei Bedarf so rich­tig die Butter vom Brot und geht auch bei semiprofessioneller Nutzung nicht in die Knie. Gleichzeitig aber lässt sich dessen immense Po­wer per Kipp­he­bel derart feinfühlig dosieren, dass es ei­ne helle Freude ist. Ein Übriges tut die enorm lange Lan­ze, die ei­nem nach ei­ner ge­wissen Ein­­gewöhnung alle er­denk­­­lichen Hand­­ling-Frei­räume verschafft.<br />
RESÜMEE<br />
Tja &#8230; was sollen wir sagen? Es gibt ei­gent­lich nicht viel Besseres, wenn der Geld­­beutel mal so richtig egal und die Ar­­beitsfläche ausreichend tief ist. Denn ab­­gesehen von ein paar Un­gereimt­hei­ten in der B-Note (verbesserungswürdige Tanklösung, unschönes Display, Erst­in­stal­lation) geht La Marzocco mit der GS3 kei­nerlei Kompromisse ein. Gleich­wohl gilt: Anfänger und Angeber mit Pro­fil­neu­rose werden das volle Po­ten­zial der Ma­schine – im Vergleich zum Es­presso-Kön­ner mit Spaß am technisch Mach­ba­ren – kaum nutzen können. Wir emp­feh­­len dringend den Betrieb am Fest­wa­sser.</p>
<p><em>Für:</em> Sensationelle Temperaturstabilität, unerreichte Milchschaumqualität durch enormen Dampfdruck, erstklassiger Espresso durch flexible Brühtemperatur, robuste Technik aus der Gastronomie, große Abtropfschale<br />
<em>Wider:</em>Abtropfschale und Seitenteile aus Plastik, Tank sehr unhandlich und schwer zu entleeren, Erstinbetriebnahme für Laien kompliziert, sehr teuer<br />
<em>Fakten zur Marzocco GS3:</em> <em>Maße: (Breite/Höhe/Tiefe in cm)</em> <em>40 x 35,5 x 53 Gewicht:</em>33 kg<em> Leistung: 2.100</em> Watt<em> Kessel:</em> 3,5 Liter (Dampf), 1,5 Liter (Kaffee)</p>
<p><em>Die wichtigsten Features:</em>Edelstahl-Dualboiler-System, vorgewärmtes Brühwasser, gesättigte Brühgruppe, auf 0,5 °C genau regelbare Brühtemperatur (PID), elektronisch regelbarer Kesseldruck für Dampfboiler, per Feinmischventil einstellbare Teewassertemperatur, Rotationspumpe, Tankbetrieb/Festwasser schaltbar, optional: Paddle-Version (+ ca. 500 Euro); Seitenteile aus Glas (+ ca. 500 Euro)</p>
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		<title>frisch gerösteter Kaffee im Supermarkt</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 08:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[> barista]]></category>
		<category><![CDATA[stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15. Februar 2009 war es so weit: die deutsche Kaffeeolympiade war zu Ende und Besir Yildrim durfte sich ab diesem Tag Deutscher Röstmeister nennen. Inzwischen arbeitet Yildrim für &#8220;Zurheide Hochlandkaffee&#8221;. Er ist so etwas wie im Fußball Zlatan Ibrahimovic bei Paris St. Germain: das Zugpferd eines Unternehmens, das nach und nach zum Branchenprimus aufsteigt. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 15. Februar 2009 war es so weit: die deutsche Kaffeeolympiade war zu Ende und Besir Yildrim durfte sich ab diesem Tag Deutscher Röstmeister nennen. Inzwischen arbeitet Yildrim für &#8220;Zurheide Hochlandkaffee&#8221;. Er ist so etwas wie im Fußball Zlatan Ibrahimovic bei Paris St. Germain: das Zugpferd eines Unternehmens, das nach und nach zum Branchenprimus aufsteigt. Was als überschaubare Edeka-Filiale begann, hat sich in einem rasanten Tempo zum prämierten Feinkost-Universum entwickelt. Das größte Augenmerk galt dabei immer schon der Kaffeeabteilung, die von Besir Yildrim aufgebaut wurde.</p>
<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/03/hochlandkaffee_zurheide_2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3408];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-3410" alt="Kaffee rösten im Edeka" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/03/hochlandkaffee_zurheide_2.jpg" width="800" height="460" /></a></p>
<p>Er setzt sowohl auf Masse als auch auf Klasse: über 40 hochwertige Sorten gibt es zu probieren und zu entdecken, darunter auch der heilige Waldkaffee aus Zege und der Kopi Luwak – der als einer der teuersten und wertvollsten Kaffees der Welt gilt.<br />
Yildrim fördert die Marke &#8220;Hochlandkaffee&#8221;, um aus dem Supermarkt-billig-Image auszubrechen. Durch die schonende Langzeitröstung des prominenten Mitgliedes der deutschen Röstgilde werden dem Kaffee die Säuren und die Bitterstoffe entzogen – mit dem Ziel einen noch reineren Kaffeegenuss zu erhalten.<br />
Durch ein geschicktes Marketing über die virtuellen Sphären von YouTube, Facebook und Co. und natürlich den mit Liebe und Zeit gerösteten Kaffee, ist Zurheide in den Lebensmittel-Olymp aufgestiegen!</p>
<p><em>Die Kaffeerösterei im Edeka Zurheide in Düsseldorf hat täglich, auch samstags, bis 22 Uhr für Sie geöffnet. Besir Yildrim begrüßt Sie persönlich in der Rösterei um Sie in die große Genusswelt des hochwertigen Kaffees einzuführen. Adresse: Edeka Zurheide Center, Nürnberger Strasse 40-42, 40599 Düsseldorf <a title="Edeka zur Heide" href="http://www.zurheide-kaffee.dehttp://" target="_blank">www.zurheide-kaffee.de</a><br />
</em></p>
<p>Text: Lukas Katzmair</p>
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		<title>Zwei auf einen Streich</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 10:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> beans]]></category>
		<category><![CDATA[espresso]]></category>

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		<description><![CDATA[Italien gilt als das Geburtsland des Espressos. Nirgendwo anders in Europa ist die Kaffeekultur dieses kurzen Wachmachers so sehr verbreitet wie dort. Bevor man morgens das Büro betritt, kehrt man zunächst kurz in einer Espressobar ein und gönnt sich das feine Getränk &#8220;al banco&#8221;, also direkt am Tresen. Im Anschluss kann der Tag beginnen. Doch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/03/nespresso.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3396];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3398" alt="nespresso" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/03/nespresso.jpg" width="560" height="180" /></a>Italien gilt als das Geburtsland des Espressos. Nirgendwo anders in Europa ist die Kaffeekultur dieses kurzen Wachmachers so sehr verbreitet wie dort. Bevor man morgens das Büro betritt, kehrt man zunächst kurz in einer Espressobar ein und gönnt sich das feine Getränk &#8220;al banco&#8221;, also direkt am Tresen. Im Anschluss kann der Tag beginnen. Doch bei den geschmacklichen Präferenzen sind sich die Italiener nicht wirklich einig. Ganz im Gegenteil, es lassen sich deutliche Unterschiede zwischen Nord-und Süditalien schmecken. Die norditalienischen Espressi sind zumeist nicht ganz so dunkel geröstet, beinhalten weniger Robustabohnen und schmecken nicht so rassig wie die Espressi aus Süditalien.</p>
<p>Der Kapselhersteller Nespresso hat sich nun in diesem Jahr von der extrem vielfältigen Kaffeekultur Italiens inspirieren lassen und bringt ab dem 25. März gleich zwei Limited Editions ins Regal: Trieste und Napoli, benannt nach den gleichnamigen italienischen Städten.</p>
<p>Die Varietät Trieste, die ein Stück weit auch Norditalien repräsentieren soll, besteht aus südamerikanischen und ostafrikanischen Arabicas mit einer Intensität von neun. Der Espresso besitzt eine schokoladig nussige Note. Der Hersteller Nespresso empfiehlt mit dieser Kapsel am besten einen italienischen Ristretto (25 ml) zuzubereiten.</p>
<p>Den süditalienischen Part übernimmt die Kapsel &#8220;Napoli&#8221;. Hierbei handelt es sich stilecht um eine Mischung aus Arabica- und einem Hauch Robustabohnen. Auf der Intensitätsskala ist diese Kapsel auf der Stufe elf angekommen. Es handelt sich um eine extrem rassige Mischung, die traditionell mit Zucker getrunken werden sollte.</p>
<p>Die Limited Edition <i>Trieste </i>und <i>Napoli </i>sind ab dem 25. März 2013 als 2er-Set für 8,40 € in allen <i>Nespresso </i>Boutiquen erhältlich. Und online auf <a title="nespresso" href="http://www.nespresso.com/de/de/home;jsessionid=B2C5B275E40709B018E772856FF1710B.node1#/http://" target="_blank">&gt; nespresso.com</a> für 4,20 € pro Stange (10 Kapseln)</p>
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		<title>Röster des Jahres vom Tegernsee</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 09:31:23 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[> news]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch das bayerische Fernsehen hat unseren crema Röster des Jahres 2012 (Mario Felix Liebold), ausgezeichnet durch das crema Magazin und die Chefredakteurin Susanne Gärber, nun für sich entdeckt. Wir können Ihnen diesen tollen Beitrag  des BR nur wärmstens empfehlen. Unterhaltsam, informativ und gut gemacht. Mit einem Klick auf das untere Bild gelangen Sie in die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/roester-des-jahres-2012.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3385];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3386" alt="roester-des-jahres-2012" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/roester-des-jahres-2012.jpg" width="560" height="180" /></a></p>
<p>Auch das bayerische Fernsehen hat unseren crema Röster des Jahres 2012 (Mario Felix Liebold), ausgezeichnet durch das crema Magazin und die Chefredakteurin Susanne Gärber, nun für sich entdeckt. Wir können Ihnen diesen tollen Beitrag  des BR nur wärmstens empfehlen. Unterhaltsam, informativ und gut gemacht. Mit einem Klick auf das untere Bild gelangen Sie in die BR-Mediathek. Der Bericht wurde in der Sendung Freizeit am 24.02.2013 ausgestrahlt. Viel Spaß damit!</p>
<p><a href="http://mediathek-video.br.de/B7Mediathek.html?bccode=both"><img class="size-full wp-image-3387 alignleft" alt="Tegernseer-Kaffeeroesterei" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/Tegernseer-Kaffeeroesterei.jpg" width="250" height="375" /></a></p>
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		<title>Die Kaffee-Familie ECM</title>
		<link>http://www.cremagazin.de/die-kaffee-familie-ecm/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 11:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> casa]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Familie Hauck stellt nicht nur Kaf­fee­maschinen her, sondern auch aus und zwar in ihrem hauseigenen Kaffeemuseum. Wir wa­ren vor Ort und wollen Ihnen nun ein paar der Schätze zeigen. Um den deutschen Kaffeema­schi­nen­­­­her­ste­l­ler ECM zu besuchen, verschlug es uns in die beschauliche Stu­den­­tenstadt Hei­­­delberg, genauer gesagt ein paar Ki­lo­­meter weiter östlich nach Ne­ckar­ge­münd. Hier, auf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Familie Hauck stellt nicht nur Kaf­fee­maschinen her, sondern auch aus und zwar in ihrem hauseigenen Kaffeemuseum. Wir wa­ren vor Ort und wollen Ihnen nun ein paar der Schätze zeigen.</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Um den deutschen Kaffeema­schi­nen­­­­her­ste­l­ler ECM zu besuchen, verschlug es uns in die beschauliche Stu­den­­tenstadt Hei­­­delberg, genauer gesagt ein paar Ki­lo­­meter weiter östlich nach Ne­ckar­ge­münd. Hier, auf einem kleinen Fels­hang, hat die Familie Hauck vor etwa 20 Jah­ren mit dem Bau ihres sowohl von in­­­nen als auch von außen beeindruckenden Fir­­mengebäudes begonnen. Man kann das italienische Flair förmlich spüren. Das ist aber keine Überraschung, denn Kaf­feemaschinen und Italien ge­hö­ren zusammen wie der Bayer und sein BMW. Aber trotz der Optik befinden wir uns nicht im Land, wo die Zitronen blühen, sondern zehn Ki­lo­me­ter flussaufwärts von Hei­de­l­­berg.</p>
<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/alte-Kasse_ecm-Museum.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3348];player=img;"><img class="size-full wp-image-3361 alignright" title="alte Kasse aus dem ECM Museum" alt="alte Kasse aus dem ECM Museum" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/alte-Kasse_ecm-Museum.jpg" width="400" height="267" /></a>Zur Begrüßung gibt es vom stell­vert­re­ten­­­­den Geschäftsführer und Sohn Mi­chael Hauck junior den ersten Cap­puc­ci­no serviert. Diesen hat er persönlich an der haus­­­­eigenen Espresso-Bar zu­be­rei­tet. Auch die Mutter, Frau Hauck se­nior, steht hin­­ter dem Tresen. Anhand des Her­­zens und des Farnblattes in der Tas­se merkt man schnell, es ist keine Aus­nah­­me, dass Herr Hauck die Gäs­te persönlich mit Kaf­fee versorgt. Er erzählt uns wäh­­rend­­des­sen: „Vor meinem zwölften Le­­bens­jahr schmeck­te mir Kaffee über­haupt nicht, dann dachte ich mir aber, irgendwann werde ich einmal Kaf­­­feemaschinen ver­kaufen, also wird es Zeit, mit dem Kaf­fee­trinken zu beginnen. Und inzwischen kann ich mit gu­tem Gewissen sagen, mir schmeckt Kaf­fee. Und auch das Drumhe­rum macht mir wirklich sehr viel Spaß.“<br />
Wenn man ihn hinter dem glänzenden ECM-Siebträger stehen sieht, kann man auf alle Fälle ein Funkeln in seinen Au­gen wahr­neh­­­men. Die Liebe zum Kaffee und vor al­­lem zu den Maschinen hat ihm wohl sein Vater und Firmengründer Wolf­gang Hauck in die Wiege gelegt. Die­ser be­gann seine Karriere ursprünglich mit ei­nem Küchenstudio in Hei­del­berg. Ver­kauft wurden hier Kü­chen­ein­rich­tungen und Elektrogeräte. Bis Herr Hauck se­nior bei einem seiner unzähligen Italien­urlaube von einer Gaggia-Kaf­fee­­ma­schi­ne in einem Schaufenster ma­gisch an­ge­zo­­gen wurde. „Mein Vater be­s­chloss so­fort, diese für sich privat zu kau­fen. Da­rauf­hin führte er sie immer wie­der in sei­­nem Küchenstudio vor und kochte mit ihr Espresso für die Gäste. Dabei kam ihm die Idee, dass man die Maschine ja ei­gent­­lich auch verkaufen könnte.“ Und so war der Haucksche Kaf­fee­­ma­schinen­ver­­trieb geboren. Die erste vertriebene Ma­­schine war damals die Gag­gia Baby und die Haucks wurden zum deut­sch­land­­­weit ersten Gaggia Kaf­fee­ma­schi­nen­­vertrieb, weitere Her­steller wie Vi­biem­­­me, Cimbali und Pavoni folg­ten. Herr Hauck senior liess schon als Ver­trieb­ler das Tüf­teln nicht. So verrät sein Sohn: „Die ers­ten Gaggias hat mein Va­ter alle selbst in un­serer Küche re­­pariert.“ Außerdem gab er seine Ideen und Ver­bes­s­erungs­wün­sche an die Ma­­schi­nenhersteller weiter.<br />
Wenig später kamen Herr und Frau Hauck auf die Idee, auch selbst Mas­chi­nen zu pro­­duzieren beziehungsweise her­­­­­­stellen zu lassen. So hätten Sie viel mehr Einfluss und könn­­ten die Ma­schinen schnel­­­­­­­­­­­ler verändern und weiterent­­wickeln. Das war et­wa im Jahre 1996. <a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/Faema_ecm-Museum.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3348];player=img;"><img class="size-full wp-image-3359 alignleft" title="Faema Siebträger aus dem ECM Museum" alt="Faema Siebträger aus dem ECM Museum" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/Faema_ecm-Museum.jpg" width="256" height="500" /></a><br />
Zusammen mit einem italienischen Part­­ner begannen sie, Ge­­­­­räte speziell nach den eigenen De­­­­sign- und Funk­tions­ansprüchen zu bauen. So entstand bald das Klassiker-Mo­­dell „Tech­nika I“. Doch wie so oft im Le­­­ben hält nichts ewig und die Ko­ope­ration mit der italienischen Part­ner­fir­­ma wurde nach einigen Jahren beendet. Seit dem Jahre 2007 ent­wickelt und setzt ECM Deutschland die Ma­schi­nen nun komp­lett selbst um. Der Erfolg gibt ih­­nen Recht.  Hauck junior berichtet von etwa 40.000 ECM-Ge­räten, die sich seit der Selbst­stän­dig­keit 1996 in deut­schen Haushalten be­fin­den.<br />
„Mir war nicht immer klar, dass ich in das Fa­­milienunternehmen einsteige, aber nach meiner Ausbildung wusste ich, dass mir das einfach liegt. Ich habe im­mer schon Produkte gezeichnet, allerdings wur­den diese damals noch nicht um­­ge­setzt. Aber seit wir das alles selbst in der Hand haben, von der Überlegung bis hin zur Fertigung, bin ich auch an der Kons­truk­­tion beteiligt“, berichtet uns Hauck junior sichtlich be­geis­tert. Auch wenn man nun vermuten wür­de, der Ju­nior der Familie hätte eine De­sign­­leh­re hin­­ter sich, so ist er eigentlich aus­­ge­­­ler­n­ter Groß- und Ein­zelhan­dels­kauf­mann, doch er sagt: „Das Designen und Zeich­nen liegt mir einfach und es macht un­glaub­lich viel Spaß. Früher hatte ich teil­­weise so­­gar einen Block ne­ben meinem Bett liegen in dem ich al­les aufge­zeichnet habe, was mir vor oder nach dem Schla­fen im Kopf rumgegangen ist.“<br />
Wenn Hauck junior einen durch die hei­ligen Hallen führt und an ver­­­schie­­denen Prototypen die noch ge­hei­men Innovationen aus dem Hause ECM er­­­­­läutert, dann hat er wieder dieses Fun­keln in seinen Augen. Auf die Frage, was das Tol­le an seinem Job ist, antwortet er: „Das wir so­fort unser Feedback auf die Ma­schi­­nen be­kommen. Es bringt nichts, et­was Tol­­­­les zu designen, was man am En­de nicht um­setzen kann. Ich habe viele Ideen, aber das meiste davon verwerfen wir natürlich auch wieder.“ Ita­lien, das Land des Kaf­fees, sowie die Lie­be zu den Ma­­­­­­­schinen ist bei ECM Deutsch­­­land wirk­­­­­­­­lich tief ver­wur­­­zelt. So berichtet uns Herr Hauck junior: „Wenn mein Vater es­sen geht, dann nur ita­­lienisch.“ Da wundert es ei­nen nicht mehr, dass die haus­ei­ge­­ne Kö­chin, wie könn­­te es anders sein, ei­­­­­­­ne Ita­lie­ne­rin ist. Bei ihr dür­­fen übrigens auch die etwa 22 Mit­­­­ar­bei­t­er in Ne­ckar­­­­­­gemünd für klei­nes Geld mit­­tagessen. Eben­­­­­­­so werden die Ma­schi­­nen immer noch in It­­a­lien gefertigt, wei­tere fünf ECM-Mit­arbeiter arbeiten in der da­zu­­­ge­­­­hö­ri­gen Fabrik in der Nä­he von Mai­land. Der Junior ist re­gelmäßig vor Ort. <a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/Rancilio_ecm-Museum.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3348];player=img;"><img class="size-full wp-image-3358 alignright" title="Rancilio aus dem ECM Museum" alt="Rancilio aus dem ECM Museum" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/02/Rancilio_ecm-Museum.jpg" width="246" height="400" /></a><br />
Was viele gar nicht wissen, die Fa­mi­­lie Hauck sammelt alte Kaffee­ma­schi­nen. Und die schönsten stehen sogar im ei­­genen Kaffeemuseum. „Zählt man die Bia­­­let­­­tis und Caffettiere, die sich irgendwo in den Katakomben ECMs verbergen da­­zu, dürf­ten es zwischen 1.500 bis 1.800 Tei­­­­le sein. Rechnet man nur die Großen, dann sind es etwa 350 Stück“, so Hauck ju­nior. Zu jeder weiß er eine Ge­schich­­te zu erzählen. Zum Beispiel von der Fae­ma E61, die ihren Durchbruch dank des Wär­me­­tau­scher­­prin­zips hatte. Außerdem war Fae­ma die erste Firma, die zum Druck­auf­bau eine Pumpe einsetz­te. Die Sterne auf der Rück­seite der Ma­schi­nen spiegeln das Produktionsjahr wider, b­e­ginnend na­türlich im Jahre 1961.<br />
Es gibt wirklich viele Schätze in dem Museum zu be­stau­nen. Und der ei­ne oder andere Liebhaber hat auch schon ein­mal ein paar Tausend Euro für einzelne Maschinen geboten. Aber selbst­­­ver­ständlich werden diese im Normallfall nicht wei­terverkauft. Einen bewegten Weg hat eine Ma­schi­ne von Pa­lux hinter sich. Die Familie Hauck hat diesen Kaf­­fee­­brü­her in Italien er­­worben. Ur­sprüng­lich ging dieser aber schon vor Jah­ren nach Deut­sch­land und hatte einen zu­­stän­digen Kun­den­dienst in Hei­­delberg. Al­so quasi um die Ecke von ECM, ir­gend­wann wur­­de das Gerät dann wieder nach Italien ver­kauft, um Jahre spä­­ter von den Haucks wieder nach He­i­de­l­­­berg zu­rück­ge­holt zu werden – eine lange Reise.<br />
Teilweise sind die Maschinen im Mu­se­um noch funk­­tionsfähig, doch nicht alle sind komplett res­tau­riert. Das müs­­sen sie aber auch gar nicht. Alleine die Optik ist bei den meis­­ten Siebträgern schon über­zeugend ge­nug. Herr Hauck junior fühlt sich sichtlich wohl hinter der alten Holz­­­bar im Museum, umringt von einer wohlgeformten Sieb­trä­­­ger­ma­schi­ne nach der anderen. In diesem Am­bien­te er­zählt er uns noch etwas zur Fir­men­phi­lo­sophie von ECM Deut­schland: „Man sollte nicht jeden Trend mitmachen, lieber soll­te eine Firma eigene Din­ge ent­wi­ckeln beziehungswei­se schon vor­­­han­de­ne eindeutig verbessern. Wir wol­len wirk­lich was völlig Neues ma­chen, in neue Richtungen gehen, nicht nur op­tisch, sondern vor allem auch technisch.“ Laut eigener Aus­sage in­vestiert ECM inzwischen auch einiges an Geld in ei­­gene Werk­­zeuge und eigene Ma­schinen­bauteile mit ECM-Lo­go.<br />
Das crema Magazin durfte schon ei­nige Prototypen be­gu­tachten. Auch wenn wir noch keine Details verraten, so kön­­nen wir mit ruhigem Gewissen sa­gen, aus Ne­ckar­ge­münd wird in den nächs­­ten Jahren noch einiges Neues kom­­men. Und das liegt nicht nur am Wis­­sen, was sich die Familie Hauck rund um das Thema Kaffee und Ma­schinen über die Jahrzehnte angeeignet hat, sondern vor allem auch an der Be­geis­terung des Juniorchefs Michael Hauck, der es auf den Punkt bringt: „Wenn ich am Wochenende in der Firma bin und zeichne und entwickle, dann wür­de ich das gar nicht als Arbeit be­zeichnen. Dafür macht es einfach zu viel Spaß!“</p>
<p><em>Text: Susanne Gärber</em></p>
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		<title>Sieger Coffee Innovations Award 2013</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2013 08:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[> news]]></category>

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		<description><![CDATA[Coffee Innovations Award 2013: Die Sieger stehen fest. Hersteller von Kaffee oder Kaffee affinen Produkten sind jedes Jahr aufs Neue aufgerufen, sich mit ihren neusten Produkten für den Award zu bewerben.  Die Auszeichnung der Produkte erfolgt in zwei Schritten. Eine qualifizierte Jury sichtet als erstes alle eingereichten Produkte und nominiert dann eine Auswahl für ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/sieger-coffee-innovations-award-2013/coffee-innovations-award/" rel="attachment wp-att-3331"><img class="aligncenter size-full wp-image-3331" alt="coffee-innovations-award" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/01/coffee-innovations-award.jpg" width="560" height="180" /></a></p>
<p><b>Coffee Innovations Award 2013: Die Sieger stehen fest.</b></p>
<p>Hersteller von Kaffee oder Kaffee affinen Produkten sind jedes Jahr aufs Neue aufgerufen, sich mit ihren neusten Produkten für den Award zu bewerben.  Die Auszeichnung der Produkte erfolgt in zwei Schritten. Eine qualifizierte Jury sichtet als erstes alle eingereichten Produkte und nominiert dann eine Auswahl für ein öffentliches Online-Voting, aus dem letztendlich die Sieger in vier Kategorien hervorgehen. Für den Coffee Innovations Award 2013 wurden im Herbst letzten Jahres gesamt 14 Produkte nominiert. In lediglich sechs Wochen wurden dann von Mitte November bis Ende 2012 die vier Sieger ermittelt. Über 10.000 Personen besuchten die Webseite <a href="http://www.coffee-innovations-award.com/">www.coffee-innovations-award.com</a> und stimmten für ihre Favoriten. Das Produkt mit den meisten Stimmen je Kategorie wurde zum Sieger gekürt.</p>
<p>Das sind die diesjährigen Gewinner:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sieger Kategorie Verarbeitung</span></p>
<p>Produkt: IMPRESSA Espresso, Premium Blend</p>
<p>Von: JURA Elektrogeräte Vertriebs-GmbH</p>
<p>Die IMPRESSA Espresso-Mischung aus Hochlandqualitäten besteht aus 85% gewaschenen Arabicabohnen der besten Plantagen Kolumbiens, ausgewogenen Bohnen Costa Ricas und Nicaraguas und eleganten Brasil Kaffees. Abgerundet wird sie mit 15% gewaschenen Robustas aus Indien, damit wird ein besonderes Geschmackshighlight erreicht. Geschmacklich überzeugt die schonend geröstete, exquisite Mischung mit einem abgerundeten, vollen Körper und einer feinen, interessanten Säure. Der IMPRESSA Espresso von JURA ist ideal als Espresso und eignet sich als eine hervorragende Grundlage zu allen Kaffeespezialitäten mit Milch.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sieger Kategorie Maschinen &amp; Mühlen</span></p>
<p>Produkt: Lavazza A MODO MIO Espressgo</p>
<p>Von: Luigi Lavazza Deutschland GmbH</p>
<p>Lavazza hat eine technologische Innovation entwickelt: Espressgo bereitet Ihnen einen authentisch italienischen Lavazza A Modo Mio Espresso oder Caffè Crema im Auto, im Wohnmobil, auf dem Boot oder überall sonst, wo eine 12 V Stromversorgung (Zigarettenanzünder) vorhanden ist, zu. Espressgo ist praktisch und einfach zu bedienen. In nur wenigen Schritten können Sie Ihren Lieblings-Espresso und Caffè Crema nun auch unterwegs bequem und schnell zubereiten: vollmundig, aromatisch und samtig, wie in einer italienischen Caffè Bar. Das Lavazza A MODO MIO System garantiert eine hervorragende Qualität in jeder Tasse: das frischgemahlene Kaffeepulver wird mit 200 KG in die Kapseln hineingepresst und anschließend vakuumverpackt. Hierdurch wird die original italienische Barista Qualität wie in einer Caffè Bar garantiert – mit Espressgo nun zu jederzeit und überall. Lavazza A MODO MIO Espressgo wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Hersteller Handpresso entwickelt und ist ab April 2013 verfügbar. Bei den FIAT Händlern wird Espressgo als Accessoire für den FIAT 500 L erhältlich sein. Espressgo wird in die Mittelkonsole des FIAT 500 L eingesetzt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sieger Kategorie Ergänzende Produkte</span></p>
<p>Produkt: Café Sommelier (Porzellanprogramm)</p>
<p>Von: KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH</p>
<p>Café Sommelier ist eine Porzellanserie, die vom Kaffee und seiner Zubereitung aus gedacht ist. Baristas, Kaffeeröster und nicht zuletzt ein Kaffeesommelier haben den Entwicklungsprozess inspiriert und begleitet. KAHLA ist tief in die Welt des Kaffees eingedrungen, um zu lernen, wie man ihn zu einem richtig guten Getränk macht. Beim Entwurf der Tassenformen und all ihrer Details wie Größe, Wandstärke, Rand und Innenform, Henkel und Sitz auf den Untertassen ging es der Designerin darum, sie als Werkzeuge zu gestalten, die Aroma und Geschmack des Kaffees nach allen Regeln der Kunst zur Geltung bringen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sieger Kategorie Nachhaltigkeit</span></p>
<p>Produkt: IMPRESSA F7</p>
<p>Von: JURA Elektrogeräte Vertriebs-GmbH</p>
<p>Die IMPRESSA F7 ist einfach und schnell in jeglicher Hinsicht: Der Vollautomat hat dank eines modernen, besonders energieeffizienten Thermoblocks eine äußerst schnelle Aufheizzeit und Dampfbereitschaft und bereitet Kaffeespezialitäten von Ristretto und Espresso, über Kaffee bis zu Cappuccino in kürzester Zeit zu. Das Gerät erfüllt hinsichtlich der Energieeffizienz die höchsten Ansprüche, die JURA an die eigenen Espresso-/Kaffee-Vollautomaten setzt. Mit einem Verbrauch von 44.5 kWh/Jahr ist die IMPRESSA F7 entsprechend der Klassifizierung nach FEA (Schweizer Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe) sogar „Besser als Energieeffizienz-Klasse A“. Ihr Zero-Energy Switch trennt sie nach dem Ausschalten gänzlich vom Strom. Der programmierbare Energiesparmodus (E.S.M.©) ermöglicht weiterhin eine umweltfreundliche Handhabung, da die Maschine in dem Modus nur die Hälfte des ursprünglichen Stroms verbraucht.</p>
<p>Die vier Siegerprodukte sind auf der heute beginnenden LivingKitchen® in Köln bis zum 20.01.2013 ausgestellt. Am 15.01.2013 findet um 11:00 Uhr auf der Eventfläche „Cooktainment“ in der Passage</p>
<p>zwischen den Hallen 4 und 5 die Preisverleihung statt.</p>
<p>Die Koelnmesse GmbH ist mit der LivingKitchen® Partner des diesjährigen Awards. Veranstalter ist RH concept – Büro für emotionale Markenkommunikation, Hannover. Medienpartner ist der BT Verlag</p>
<p>mit „crema“ – dem Magazin für Kaffeeliebhaber.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kopi Luwak und andere</title>
		<link>http://www.cremagazin.de/kopi-luwak-und-andere/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2013 13:32:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> beans]]></category>
		<category><![CDATA[stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaffee geht durch den Magen. Die Menschheit ist immer auf der Suche nach neuen verrück­ten Raritäten. Beim Kaffee ist das der Kopi Luwak. Wobei sein Erfolg aufgrund der Herkunft doch sehr verwundert. Immer wieder gerät er in das Vi­sier der Presse und der Öffentlichkeit: Ani­mal Coffee – Kaffee, der von Tieren „g­e­­­erntet“ oder selektiert wird. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/kopi-luwak-und-andere/kopi-luwak-und-andere/" rel="attachment wp-att-3315"><img class="aligncenter size-full wp-image-3315" alt="Kopi-Luwak-und-andere" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/01/Kopi-Luwak-und-andere.jpg" width="560" height="180" /></a></p>
<p><em><strong>Kaffee geht durch den Magen. Die Menschheit ist immer auf der Suche nach neuen verrück­ten Raritäten. Beim Kaffee ist das der Kopi Luwak. Wobei sein Erfolg aufgrund der Herkunft doch sehr verwundert.</strong></em></p>
<p>Immer wieder gerät er in das Vi­sier der Presse und der Öffentlichkeit: Ani­mal Coffee – Kaffee, der von Tieren „g­e­­­erntet“ oder selektiert wird. Meist eher als Marketing-Gag inszeniert und zwi­schen absurd, skurril und ekelerregend angesiedelt, befindet sich die Mark­t­­­­n­i­sche dieser Kaffees. Zu Unrecht – denn der Verzehr von Kaf­feekirschen durch verschiedene Tier­ar­ten ist genauso gewöhnlich wie der tierische Verzehr von Weintrauben oder an­de­ren landwirtschaftlichen Er­zeugnis­sen in unseren Regionen. Große An­bau­flä­­chen stellen auch für Tiere reich ge­deck­te Gabentische dar, die gerne an­ge­nom­­men werden. Und je nach der beste­hen­­den alternativen Versor­gungs­si­tua­tion entscheiden sich die Tiere für oder ge­­gen den „Besuch“ einer Kaf­fee­plan­ta­ge. Verständlich also, dass die Kaf­fee­kir­schen-konsumierenden Tiere auch als „Kaf­feeschädlinge“ gelten.<br />
Der bekannteste Vertreter der tierischen Kaf­­fees ist zweifelsohne der Kopi Luwak – und fast jeder kennt ihn – zumindest na­­­mentlich. Ein exklusiver, kurioser Kaf­fee aus Indonesien mit bizzarer Ge­schich­­te. Der Geschichte der Schleich­kat­­ze (mit drei Unterarten: Zibetkatze, Pal­­­men­roller und Bänderroller), sie wird häu­­­­fig falsch beschrieben und verwechselt. Ebenso bestehen hartnäckig viele fal­s­che und naturwissenschaftlich nicht halt­­bare Annahmen über den mit der Schleich­­katze in Zusammenhang ste­hen­­­den Kaffee – den Kopi Luwak.<br />
Der Fleckenmusang (Paradoxurus he­r­­­ma­phro­ditus) zählt zur Unterfamilie der Pal­menroller. Der Allesfresser er­nährt sich von Früchten, Insekten, Wür­mern und Vogeleiern. Eine reine Er­näh­rung aus Kaf­­feekirschen stellt keine ge­eig­nete Nah­­rung für einen Allesfresser dar. Den­noch stammt der größte Teil des rea­len Ko­pi Lu­wak von Tieren aus Ge­fan­ge­n­­schaft (zahl­rei­­­che Filme hierüber füllen in­­zwischen die Arsenale von Vi­deo­por­­ta­len). Diese Kä­fig­­haltung gleicht der in­­zwi­schen in Deutsch­land verbotenen Kä­­fig­hal­tung bei Hüh­­nern. Dieser auch als „Stopf“-Luwak be­­zeichnete Kaffee hat nichts mit dem Kaf­­fee des wild lebenden Fle­­­­ckenmusangs zu tun. Der daraus re­sul­­­tierende nicht ty­pi­sche Geschmack ist die eine, Tier­quä­le­rei die andere Seite der Medaille. Wie aber kommt es zu dem be­­­sonderen Geschmack des Kopi Luwak? Al­­les nur Einbildung oder steckt tatsächlich mehr dahinter als ei­ne ab­surde Idee von Geschäftemachern? Ent­­ge­gen weit­läu­­figer Meinungen, steckt die Be­­son­derheit des Kopi Luwak nicht in ei­­ner „intra-animalen“ Fermentation – es han­­­delt sich also nicht um eine Bil­dung von besonderen Aromen durch die Ver­dau­­­ungsenzyme der Tiere. Sonst müss­te der Kaffee von gefangenen Tie­ren das glei­­che Ge­schmacks­profil wie der von frei­ le­benden Tie­ren aufweisen. Dies ist jedoch nach­­weis­lich nicht der Fall.<br />
Es handelt sich bei allen tierischen Kaf­­­fees um eine besondere Selektion, da Tie­­­re nicht alleine nach der Optik der Kaf­fee­­­kirschen gehen, sondern auch den Ge­­ruch der Kirsche als wesentliches Kri­te­­rium für die Auswahl zugrunde legen. Das besondere Geschmacksprofil der Kaf­­fees entsteht also nicht durch die vielfach auf­geführten fermentativen Pro­zes­se in den Verdauungsorganen der Tiere, son­­dern durch die besonders selektive Aus­­wahl der Kaffeekirschen – bei denen es sich also ausschließlich um idealreife Ka­f­fee­kir­schen handelt. Die Tiere ent­schei­­den sich weder für unterreife noch für teil­weise schon überreife, angegorene Früch­te.<br />
Neben dem Fleckenmusang ernährt sich auch die in Afrika und in Vorderasien hei­­­mi­sche Zibetkatze (Civettictis civetta) bei Nah­rungsknappheit und ent­spre­chen­­dem An­gebot von Kaffeekirschen. So­­mit ist es al­so durchaus möglich, Zi­bet­kat­zenkaffee aus Indien oder aus Äthi­o­pien zu finden. Ko­pi Luwak stammt al­so vom Fle­cken­mu­sang, Zibetkaffee von der Zi­­bet­katze – und beide gehören zur Fa­mi­­­lie der Schleich­kat­zen (Viver­ri­dae) – sind also nahe Ver­wand­te. Den­noch sollte und muss der Kaffee un­ter­­schie­­­den wer­­den, da es sich um ver­schie­­dene Re­gio­nen mit unterschiedli­chen Kaf­fee­arten und -varietäten handelt.<br />
­Neben dem Zibetkaffee und dem Ko­­pi Luwak existiert auch der Kopi Mun­cak (Ko­­pi Muntjak), der Kaffee, der vom In­­di­schen Rothirsch (dem „barking deer“) (Mu­n­­tiacus muntjak) aufgenommen und spä­­ter wieder ausgeschieden wird. Das Ver­­breitungsgebiet des Indischen Rot­­h­­ir­sches erstreckt sich über Indien und das ge­­samte südostasiatische Ge­biet. In­teres­sant in diesem Zu­sam­men­hang ist die deut­­lich geringere Be­kannt­heit und Ge­sam­t­produktion dieses Kaf­­fees. Den Ind­i­schen Rothirsch ver­bin­­­det übrigens mit dem Menschen ein Gen­­defekt, der zur Un­­fähigkeit der endo­genen Erzeugung von Ascor­bin­säure (Vitamin C) führt.<br />
Vor wenigen Jahren betraten dann  wei­te­­re „Protagonisten“ die Bühne der tie­­­ri­schen Kaffee-Experten: der bra­si­lia­ni­­­­sche Ja­cu – das Schakuhuhn- und seine bei­­­­den häu­­figsten brasilianischen Ver­tre­­­­ter in den Kaffeegebieten von Minas Ge­­­­rais, der Weiß­stirnguan (Penelope su­per­­­cilia­ris) und der Bronzeguan (Pe­ne­lo­pe obs­cu­ra), die für einen besonderen Kaf­­­­fee sor­gen. An­ders als beim Kopi Luwak oder Ko­pi Mun­cak, bei denen es sich meist um Mi­schun­gen verschiedener Kaf­­­­fee­ar­ten (Cof­­­fea Arabica, Coffea Cane­­­­phora, Cof­fea Li­be­rica und Coffea Ex­­­­cel­sea) handelt, stammt der Kaffee vom Jacu aus­schließ­lich von Arabicapflan­­­­zen. Der Vo­gel be­vor­zugt hierbei meist noch die gelb- oder rot­kirschigen Ca­­­t­uai-Varie­tä­ten. Also ein rei­ner Ara­bi­cakaffee – wie in der meist so ideen­rei­chen Kaf­fee­wer­bung. Nahezu ohne Export oder in­ter­na­tio­nale Wahr­nehmung ist auch der „Ele­fan­­ten­kaffee“, der nicht mit den „Ele­fan­ten­­boh­nen“ verwechselt werden darf. Bei den Letzteren handelt es sich um be­son­ders großkalibrige Kaf­fee­boh­nen, die man da­her auch als „Elephants“ oder in der eng­lischen Klassifizierung als „Size E“ be­zeich­nete. <a href="http://www.cremagazin.de/kopi-luwak-und-andere/elefant/" rel="attachment wp-att-3318"><img class="size-full wp-image-3318 alignleft" alt="Elefant" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2013/01/Elefant.jpg" width="400" height="602" /></a><br />
Der Elefantenkaffee – der im Gegensatz zum Jacu-Kaffee ausschließlich von der Cof­fea Canephora stammt – wird von In­di­schen Elefanten (Elephas maximus) meist erst am Ende der Trockenzeit (also in der Zeit zwischen Ende Januar und Feb­ruar) aufgenommen. Davor leben die wild­ lebenden Elefanten in weitläufigen Ur­waldbereichen mit ausreichend Nah­rung. Erst mit der einsetzenden Ver­knap­­pung verlassen zumeist die jungen Ele­­fantenbullen die schützenden Wäl­der, um sich auf der Suche nach Nah­rung in die Plantagengebiete Südindiens zu begeben. Meist halten sie sich dabei in der Nähe von Flüssen und in Tal­sen­ken auf. Die Tatsache, dass zu dieser Zeit die Arabicaernte bereits abgeschlossen ist, ist der einfache und leicht nachvollziehbare Grund für die vermeintliche „Bevorzugung“ von Canephora-Kaffee.<br />
Häufig wird dieser Zu­sam­men­hang fälschlich mit den gebündelt sit­zen­­­den Kaffeekirschen der Canephora und der daraus vermeintlich resultierenden besseren „Greifbarkeit“ mit dem Ele­­­fantenrüssel begründet. Wer einmal ei­­­nen Elefantenrüssel und dessen enorme und zugleich präzise Beweglichkeit ge­­­sehen hat, kann über solche Thesen nur müde lächeln. Ebenso wird ein be­s­se­­rer Geschmack diskutiert. Beide The­sen haben nichts mit der einfachen Rea­li­­tät zu tun, die darin besteht, dass die Ele­­­fanten nur in Notzeiten die sicheren Wä­l­­der verlassen und sich auf den Weg in die Plantagen machen. Auch der zur glei­­­chen Zeit hergestellte Likör aus Jack­frucht, der in großen Kesseln eingekocht wird, lockt die jungen Elefanten an die mensch­­lichen Siedlungen heran. Nach Ge­­­nuss dieses Likörs „strapazieren“ die Jung­­­bullen allerdings häufig etwas die Gast­­­freundschaft der Plantagenbesitzer, wenn sie in den Vorgärten der Farm­häu­ser ihren Rausch ausschlafen und dabei für erhebliche Verwüstungen sorgen.<br />
Neben Schleichkatzen, Hirschen, Vögeln und Elefanten, zählen auch Ziegen, Af­fen, Fledermäuse und der Silberfuchs zu den Kaffeegenießern. Die nordafrikanischen Ziegen (Capra nu­­biana) – die aus der Geschichte um Kal­di den Ziegen­hir­ten bekannt sind – sind fast voll­ständig aus dem Blickfeld der Kaf­fee­ge­meinde verschwunden. Den­­­­­noch vertilgen Ziegen bis heute in den Berg­ge­bie­ten Äthi­o­piens große Men­­­­gen an Kaf­fee­kirschen und scheiden die Kaf­­fee­­boh­nen wie­der aus. Es ist si­cher­lich nur eine Fra­ge der Zeit, bis er­neut die Idee entsteht, die­sen Kaffee auf­zu­­be­rei­ten und daraus den ech­ten Zie­gen­kaffee oder „Kal­dik­af­fee“ zu ma­­chen.<br />
Die Produktionsmengen des Kaffees des Sil­berfuchses (Vul­pes vulpes var. argentata) in Lateinamerika sind sehr ge­ring und auch mir bot sich bislang noch kei­ne Gelegenheit, die­sen Kaffee zu verkosten. Aber – ich habe bereits ein Ge­biet mit vielen Silberfüchsen ausgemacht und es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es mir möglich sein wird, auch diesen Kaffee zu verkosten. Al­lerdings sind solche Ge­biete wie bei Pilz­suchern – leider geheim.<br />
Der Affenkaffee oder „Monkey Chew“ des Rhesu­s­af­fen (Macaca mulatta) entspringt im Gegensatz zu den an­de­ren Tier­­­kaffees nicht dem Durchlauf durch den gesamten Ver­da­u­ungs­trakt, son­dern wird von den Affen lediglich in den Mund­ta­schen gelagert, nachdem das Frucht­fleisch von den Kaf­fee­kir­­schen ab­ge­nagt wurde. In einem ge­eig­ne­ten Mo­ment spuckt der Affe die Boh­nen aus, um neue Kaf­fee­kirschen ein­zusam­­meln und dann gemütlich abzu­na­gen. Hier handelt es sich zu­meist um Ara­bicakaffees, da die Af­fen auch ohne gro­ße Nah­rungs­­knap­pheit die Plantagen auf­su­chen – al­so in einer Zeit, in der der Ca­nephora-Kaf­fee noch nicht reif ist und sich noch nicht allzu viele Pflücker in den Plan­ta­gen aufhalten. Die Plan­ta­gen bie­ten den Af­fen dabei Sicherheit vor Raub­katzen, die sich nicht so nahe an mensch­liche Sied­lungen heranwagen. So hat jedes Tier unterschiedliche ­Grün­de, zu den Kaf­fee­plan­ta­gen auf­zu­bre­chen.<br />
Ein letztes Kuriosum ist der karibische „Bat Crop“- Kaf­fee, der von kleinsten tro­pi­­schen Fledermäusen angebissen wird. Die­se Fledermäuse ernähren sich fast aus­schließlich von Früchten und haben ei­nen ausgeprägt hohen Zucker­ko­n­sum. Die Zahnspuren dieser Kleinst­fle­der­mäu­se dienten früher den Pflückern als Hin­weis auf ideal reife Kir­schen, die un­­mit­telbar nach Sonnenaufgang geerntet wur­den und nur als erlesenster Kaffee für Gäste der Plan­ta­gen­besitzer ausgeschenkt wurde. Heute ist es nicht möglich diesen Kaffee käuf­lich zu erwerben – doch wer weiß, auch hier könnte die gro­­ße Mode rund um den Kaffee neue Blü­ten treiben. Bat­man würde sich si­cher darüber freuen.</p>
<p>Text: Dr. Steffen Schwarz /<a title="hier klicken" href="http://www.coffee-consulate.com/" target="_blank"> coffee-consulate.com</a></p>
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		<title>Mitmach-Kalender</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 13:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> news]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahr für Jahr produzierte die italienische Kaf­fee­rösterei Lavazza ansprechende Hoch­glanzkalender. Damit ist es nun wohl erst einmal vorbei – zumindest auf Papier. Der Pirelli-Kalender der Kaf­fee­welt, oder genauer, der italienischen Kaf­fee­rösterei Lavazza wurde im Jahre 1993 zum ersten Mal veröffentlicht. Bei On­line­ak­tionshäusern wie eBay schossen die Ver­kaufspreise nach der offiziellen Prä­sentation dabei regelmäßig in die Hö­­­­he. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/lavazza_Kalender.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2846];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2850" title="lavazza_Kalender" alt="" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/lavazza_Kalender.jpg" width="560" height="180" /></a></p>
<p><em><strong>Jahr für Jahr produzierte die italienische Kaf­fee­rösterei Lavazza ansprechende Hoch­glanzkalender. Damit ist es nun wohl erst einmal vorbei – zumindest auf Papier.</strong></em></p>
<p>Der Pirelli-Kalender der Kaf­fee­welt, oder genauer, der italienischen Kaf­fee­rösterei Lavazza wurde im Jahre 1993 zum ersten Mal veröffentlicht. Bei On­line­ak­tionshäusern wie eBay schossen die Ver­kaufspreise nach der offiziellen Prä­sentation dabei regelmäßig in die Hö­­­­he. Was wohl zum einen daran lag, dass man den limitierten Kalender nie di­rekt erwerben konnte. Zum anderen tru­gen mit Sicherheit die tollen Foto­mo­ti­ve, die darin zu sehen wa­ren, zum Er­folg bei. Viele be­rühm­te Fo­to­­gra­­fen wie An­nie Leibovitz, Da­vid La­Chap­elle oder auch Helmut New­ton grif­fen für Lavazza schon zur Kamera.<br />
Nun wagt sich die italienische Rösterei in neue Gefilde vor. Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal keinen gedruckten Kalender mehr. Stattdessen wird unter der Leitung des bekannten Video­küns­t­lers Marco Brambilla im Januar 2013 ein di­gitaler Kalender veröffentlicht werden – der Opera Viva Social Calendar.<br />
Bis Ende Oktober 2012 konnte sich jeder,  der wollte an der Videokunst beteiligen, indem er oder sie selbst gemachte Fotos oder Videos zu verschiedenen von Bram­billas gestellten Themen online einreichte. Die Idee des Kalenders erklärt dieser, „besteht darin, die Grenzen der Zeit neu zu definieren, indem man ei­nen Ka­len­der entstehen lässt, der nur als viel­fäl­tiges und lebendiges, auf der Zeit ba­sierendes Erlebnis existiert“.<br />
Der italienisch-kanadische Video­künst­ler Marco Brambilla möchte in der finalen zweiminütigen Video-Collage ein gan­­zes Jahr innerhalb von nur einem Tag vergehen lassen und selbstv­er­ständ­lich gehört zu diesem perfekten Tag oder wohl besser dem Jahr auch ein guter Kaf­fee.<br />
Das Finale Werk kann man ab Ja­nuar 2013 unter &gt;<a title="zum Kalender" href="http://operaviva.lavazza.com/" target="_blank"> operaviva.lavazza.com </a>an­­­­­sehen, downloaden oder teilen. Der ne­ue Lavazza-Kalender ist nun also nicht mehr nur ein paar Glücklichen oder auch Stei­­­­­­­ger­wütigen vorbehalten, sondern wirk­­­­­­­­­­li­ch für jeden mit einem In­ter­net­an­schluss frei zugänglich. Und der eine oder an­­­­dere, der sich an den Ein­sen­dun­gen be­­­tei­­ligt hat, wird sich vielleicht sogar in die­sem Ka­lender wiedererken­nen. Wenn das mal nicht social ist. Wir sind auf alle Fäl­le auf das Endergebnis sehr gespannt.</p>
<p>Nachtrag: Der Kalender ist nun online. Überzeugen Sie sich selbst was Marco Brambilla hier für ein Kunstwerk entworfen hat. <a title="zum Video" href="http://operaviva.lavazza.com/" target="_blank">ZUM VIDEO (hier klicken)</a></p>
<p><em>Text: Susanne Gärber</em></p>
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		<title>Guatemala &#8211; Eine Kaffeereise</title>
		<link>http://www.cremagazin.de/guatemala-eine-kaffeereise-2/</link>
		<comments>http://www.cremagazin.de/guatemala-eine-kaffeereise-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2012 12:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SG</dc:creator>
				<category><![CDATA[> beans]]></category>
		<category><![CDATA[stories]]></category>
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeeresie]]></category>
		<category><![CDATA[Lampocoy]]></category>

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		<description><![CDATA[Erleben Sie mit Cafecita eine abenteuerliche Reise ins Kaffeemecka Guatemala. Erfahren Sie mehr über den Kaffeeanbau, die Menschen und das Geheimniss eines guten Arabicas. Bestaunen Sie alte Bauten, erklimmen Sie jahrtausendealte Vulkane,  und seien Sie hautnah bei der einheimischen Kaffeernte dabei. Fotos: H. Richarz-Hilberg &#160; Das Kaffeeprojekt Lampocoy Lampocoy, ein Anbaugebiet in Nuevo Oriente, Guatemala, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" align="CENTER"><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/Aufmacher.png" rel="shadowbox[sbpost-3089];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3093" title="Das Dorf Lampocoy" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/Aufmacher.png" alt="" width="560" height="180" /></a></p>
<p><em>Erleben Sie mit Cafecita eine abenteuerliche Reise ins Kaffeemecka Guatemala. Erfahren Sie mehr über den Kaffeeanbau, die Menschen und das Geheimniss eines guten Arabicas. Bestaunen Sie alte Bauten, erklimmen Sie jahrtausendealte Vulkane,  und seien Sie hautnah bei der einheimischen Kaffeernte dabei.</em></p>
<p><em>Fotos: H. Richarz-Hilberg</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das Kaffeeprojekt Lampocoy</strong></h3>
<p>Lampocoy, ein Anbaugebiet in Nuevo Oriente, Guatemala, nennt sich das Kaffeeprojekt von Dethlev Cordts, dass er 2011 ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, ein tragfähiges Netz für den langfristigen und sicheren Absatzes des Kaffees zu schaffen:<br />
Dabei ist sein Konzept so simple wie einfach : umweltfreundlich,<a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0083.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3089];player=img;"><img class="alignright size-medium wp-image-3097" title="Das wunderschön restaurierte Gutshaus Casa Pastores dient Ihnen als Untrkunft" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0083-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>sozialverträglich, nachhaltig, direkt vermarktet. In Lampocoy lernt man die Kaffeeproduktion in seiner ursprünglichsten Form kennen. Das Projekt ist zugleich in Hoffnungsträger für die dort lebenden Menschen. Sie sind arm, stecken aber Kraft und Zuversicht in dieses Projekt. Wer übrigens möchte, der kann sich auf seiner Reise ein eigenes Microlot aussuchen, von dem er den Kaffee jedes Jahr exklusiv bezieht.</p>
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<h3><strong>Guatemala-City</strong></h3>
<p>Ein weitere Reise findet unter der Leitung von Marco Gross statt. Angefangen in Guatemala-City, führt der Weg zunächst in das traditionelle Anbaugebiet von Antiqua. Von dort aus geht die Reise weiter Richtung Cobàn und endet schlussendlich im Projekt Lampocoy, Nuevo Oriente. Die Landeshauptstadt Antiqua ist dank Ihrer alten Kirchen und Prachtbauten</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-3096" title="Hansdieter Richarz-Hilberg beobachtet die kräftig-aromatischen Steinfrüchte" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0068_2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>aus der Kolonialzeit ein wundervoller Anfang. Zudem gibt des die Möglichkeit, den Vulkan Pacaya zu besteigen. Der Weg lohnt sich, bietet der Gipfel einen atemberaubenden Blick rund um Antigua und seine Vulkane. Nächstes Ziel ist die Kaffeeernte im Anbaugebiet von Cobàn.</p>
<p>Dieser Trip ist interessant und vielfältig. Zu Beginn geht es hinunter ins trocken-heiße El Rancho . Anschließend geht es wieder hoch in die feucht-kühlen Berge von Verapaz. In Cobàn angekommen, besichtigen Sie die berühmt-berüchtigte Kaffeeplantage der Familie Dieseldorff und deren eigene Rösterei.</p>
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<h3><strong>Die Reise zum Film</strong></h3>
<p>Im November 2012 wurde diese Reise in einem leicht verändertem Programm mit zwei Röstern aus Deutschland durchgeführt. Um sich selbst ein Bild von dieser Reise zu machen, finden Sie das passende Video dazu auf <span style="color: #808000;"><em><a href="http://www.youtube.com/results?search_query=lampocoy&amp;oq=lampocoy&amp;gs_l=youtube.3..0.879.2029.0.2147.8.6.0.2.2.0.121.447.4j2.6.0...0.0...1ac.1.gWCAWa7Yv8Q"><span style="color: #808000;">Youtube</span></a></em> </span>oder über die Homepage <span style="color: #808000;"><em><a href="http://www.cafecita.eu/Cafecita/Filme.html"><span style="color: #808000;">www.cafecita.eu</span></a></em></span></p>
<p style="text-align: center;" align="LEFT"><a href="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0175_2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3089];player=img;"><img class="aligncenter  wp-image-3098" title="Hansdieter Richarz-Hilberg zu Besuch bei einer einheimischen Familie" src="http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0175_2-1024x685.jpg" alt="" width="491" height="329" /></a></p>
<p>Dethlev Cordts, ein ambitionierter Fernsehautor und Filmemacher dokumentiert dieses Projekt seit 2 Jahren und wird Sie bei dieser Reise begleiten. Dabei wird</p>
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<h3><strong>Anreise</strong></h3>
<p>Flug z.B. mit Iberia über Madrid, Continentalvia New York oder Houston, Lufthansa/American Airlines via Miami oder Houston &#8211; oder mit Condor/Jetair/Martin Air u.a. via, Cancun. Ankunft am Abend des 16. Februarin Guatemala City. Transfer zum Stadthotel in Guatemala City. Rückflug am 22. Februar<br />
Preis: € 1.200 incl. Frühstück, DZ an/ab Flughafen Guatemala-City</p>
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<h3 style="text-align: center;"><strong>ANMELDUNGEN</strong></h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Marco Gross</strong><br />
<span style="color: #808000;"><a href="mailto:AVINSA@YAHOO.COM"><span style="color: #808000;">AVINSA@YAHOO.COM</span></a></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Dethlev Crodts</strong><br />
<span style="color: #808000;"><a href="mailto:CORDTS@CAFECITA.EU"><span style="color: #808000;">CORDTS@CAFECITA.EU</span></a></span></p>
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