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crema Magazin http://www.cremagazin.de Kaffee, Espresso, Maschinen, Bohnen, Tipps & Tricks Fri, 13 Jan 2017 16:45:35 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.1 http://www.cremagazin.de/wp-content/uploads/2017/01/icon-crema-1.png crema Magazin http://www.cremagazin.de 32 32 11435849 Kaffeemaschine von Bunn nicht in Deutschland erhältlich http://www.cremagazin.de/kaffeemaschine-von-bunn-nicht-in-deutschland-erhaeltlich/ Fri, 13 Jan 2017 08:53:14 +0000 casa]]> news]]> http://www.cremagazin.de/?p=8664

Die Filtermaschine von BUNN ist leider in Deutschland nicht zugelassen. Bild: Bunn USA, Presse

Kaffee-Filtermaschinen von Bunn. Filtermaschinen schaffen es ja nur selten bei uns in die News. Wenn allerdings eine neue Maschine als einzige weltweit von der SCAA (Specialty Coffee Association of America) zertifiziert wird, dann hat sie unsere Aufmerksamkeit. Der neue „10-Cup Programmable Coffeemaker“ von Bunn nutzt ein digitales Thermometer, um die Wassertemperatur genau auf die ideale Brühtemperatur (zwischen 92 und 96 °C) zu halten. Erst wenn das Wasser die ideale Temperatur erreicht hat kommt der 6-stufige Sprühkopf zum Einsatz. Wie der Name vermuten lässt, ist sie auch noch programmierbar.  Der Preis in den USA liegt bei ca. 143 USD. Eine Lieferung nach Europa ist aktuell nicht möglich. Auch hat es die Deutsche Vertretung von Bunn – warum auch immer – nicht umgesetzt, eine CE-Zertifizierung für die Kaffeemaschine von Bunn zu erhalten. Schade eigentlich! Wer sich trotzdem informieren möchte um zu sehen, was er nach Auskunft von Bunn Deutschland hier nicht kaufen kann: hier gibt es mehr Infos darüber www.bunnomatic.com/HB

 

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Die besten (neuen) Cafés in Deutschland http://www.cremagazin.de/die-besten-neuen-cafes-in-deutschland/ Fri, 09 Dec 2016 15:30:20 +0000 barista]]> cityguide]]> news]]> http://www.cremagazin.de/?p=8592 Wo gibt es den cremigsten Flat White, wer kann wirklich mit Aeropress und Co. umgehen und in welchem Café schmeckt der Filterkaffee beinahe fruchtiger als ein Obstsalat? Wir waren für Euch von München bis Berlin unterwegs und  haben die neuesten Third-Wave-Tempel getestet.

man-versus-machineMan versus Machine
München

Das Leben ist manchmal bitter, aber Kaffee sollte es nicht sein. Diese Philosophie vertritt das Café „Man versus Machine“ in der Müllerstraße und setzt auf fruchtigen Third-Wave-Kaffee. Den Kampf zwischen Mensch und Maschine gewinnt hier eindeutig der Kaffee. Denn egal ob man sich einen Flat White oder Cappuccino aus der von Thomas Kartsolis custom-designten La Marzocco Strada zubereiten lässt oder sich den Kaffee als Pourover aufbrühen lässt, er schmeckt ausgezeichnet. Auch aus dem Syphon und der Aeropress gibt es den Kaffee, bei dem man aus verschiedenen Bohnen wählen kann, die dann intensiv nach Johannisbeeren oder mild nach Earl Grey schmecken. So können die koffeinhaltigen Gaumenfreuden locker mit denen in der deutschen Third-Wave-Hauptstadt Berlin mithalten und auch das Interior des Cafés verbreitet internationalen Flair durch das skandinavisch angehauchte Design und das vom New Yorker Designer Jon Contino entworfene Logo. Ein weiterer Hingucker ist der mächtige Probatone12-Röster. Unbedingt ein Franzbrötchen probieren!

 


buena-vida-coffee-clubBuena Vida Coffee Club
Potsdam

„Be nice or go away“, steht in schwarzen Lettern über der cadillac-blau gefliesten Wand des „Buena Vida Coffee Club“. Nett, das sollen nicht nur die Gäste sein, sondern das ist auch das Gesamtkonzept: In dem Café von Patrick Berger wird nur fair gehandelter oder gleich selbst gerösteter Kaffee, regionale Milch und so wenig Plastik wie möglich verwendet, was den hohen Stellenwert von Nachhaltigkeit und Qualität hervorhebt. Kaffee wird hier als eine Spezialität angesehen und auch genauso gehandhabt von der Röstung bis hin zur Zubereitung, ob per Hand oder mit der Synesso Hydra MVP. Wie die Aufschrift auf den Zuckerstreuern rät: „Try without“, den Kaffee ohne Zucker probieren, um in den Genuss der unverfälschten Aromen zu kommen.

 


neues-schwarzNeues Schwarz
Dortmund

Das neue Schwarz ist gar kein Schwarz mehr, es ist ein sanftes Braun. Die Rede ist vom Kaffee im Dortmunder Café „Neues Schwarz“ und der wird aus hellen Röstungen, die in einem Probat-Röster von Inhaber Benedikt Heitmann selbst zubereitet werden, hergestellt. Wirklich schwarz sind hier nur die Wände, die mit kunstvollen Kupferrohren verziert sind, und die Menükarte. Auf der finden sich in weißer Schrift Klassiker, aber auch Sommer-Specials wie Cold Drip Tonic oder Cold Drip Fruity (mit Limonade) sowie Cascara-Kaffeekirschtee. An der Brew Bar wird stilecht von Hand aufgebrüht und so dem Kaffee Noten von Mandel, Honig bis hin zu tropischen Früchten entlockt. Serviert wird dieser dann in einer eleganten Glaskaraffe zusammen mit einem bauchigen Kaffeeglas auf einem Holzbrettchen – ganz im schicken Industrie-Style der Einrichtung. Espresso und Co. stammen aus Guatemala, kommen aus einer knallig roten FB80 von La Marzocco und schmecken nach Blaubeere, Kakao und tropischen Früchten.

 


sabor-ermosoSabor ‘Ermoso
Köln

Wen das Fernweh plagt, der muss nicht immer gleich an die Südsee reisen. Manchmal reicht auch schon ein Besuch im „Sabor ‘Ermoso“, um die Wanderlust ein bisschen zu stillen. Der aus dem Spanischen stammende Name bedeutet so viel wie „wunderbarer Geschmack“ und der gute Geschmack wird in dem Concept Café von Sandra Schulte bestens bedient. So gut wie alles, was zu sehen ist, kann man käuflich erwerben und davon gibt es einiges: Kunstwerke der Künstlerin Pau Quintanajornet, die auch die bunte Hausfassade gestaltet hat, Schmuck, Skate- und Surfboards sowie eine kleine Auswahl an Mode. Die Augen dürften außerdem beim Anblick der Rocket Linea Professionale-Maschine aufleuchten, in der Kaffee vom ortsansässigen Röster Heilandt verarbeitet wird. Die Atmosphäre, auch draußen auf der Terrasse oder auf der umfunktionierten Sitzfläche des VW-Bullis, ist wie ein typischer Surfer – cool, lässig und entspannt.

 


holy-cross-brewing-societyHoly Cross Brewing Society
Frankfurt

„The Holy Cross Brewing Society“ gibt selbst eingefleischten Atheisten den Glauben zurück – zumindest den an guten Kaffee. Der Name klingt nach New York oder London und dementsprechend sieht auch das Café nach Industrial Chic aus: ein bisschen Holz kombiniert mit lackierten Rohren und hell getünchten Backsteinwänden, über die sich in großen Lettern der Name erstreckt. Das Café dehnt sich über satte 70 Quadratmeter aus und versprüht einen loftartigen Charme. Mit internationalen Kaffeehäusern kann sich auch die Kaffee-Auswahl – vom Siebträgerespresso aus der maßgefertigen KvdW Spirit und Filterkaffee bis hin zu Kaffee aus der Aeropress – durchaus messen. Der Fokus liegt auf Speciality Coffee von unterschiedlichen Klein-Röstereien, den man auch mit nach Hause nehmen kann. Aber wenn man schon mal in dem Café von Mathias Stalter ist, sollte man den starken Flat White und die Heidelbeer-Zitronentarte genießen.

 


nord-coast-coffeeNord Coast Roastery
Hamburg

In der „Nord Coast Coffee Roastery“ ist alles mit einer Zutat gemacht: Liebe. Die Inhaber Paula Mendes und Jörn Gorzolla haben die ausgefallene Einrichtung – von Lederstühlen und Vintage-Koffern bis hin zu einer Bücherwand – auf Flohmärkten selbst zusammengesucht und aufpoliert. Die gleiche Liebe zum Detail steckt auch im Kaffee: Verwendet werden Rohbohnen aus den besten Anbaugebieten der Welt mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und fairem, transparentem Handel. Sie werden täglich frisch geröstet. Die Zubereitungsmethoden (mit Handfilter, in der Karlsbader Kanne, im Syphon oder mit der KvdW Spirit) sind genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Kaffeesorten. Unentschlos- sene finden am Tresen eine Beschreibung des Kaffees und dessen Herkunftsländern und können hier die Bohnen im Roh- und im gerösteten Zustand bewundern. Wenn man mit Ausblick auf den Nikolaifleet an seinem Kaffee nippt, kann man gar nicht anders, als sich auch ein bisschen in das Café zu verlieben.

 


distriktDistrikt Coffee
Berlin

Speciality Coffee Läden gibt es in Berlin- Mitte wohl genauso viele wie bärtige Jutebeutelträger. Das „Distrikt Coffee“, das von der Britin Sophie Hardy und ihrem Partner Hannes Haake betrieben wird, hebt sich trotzdem aus der Masse hervor. Schon die Einrichtung mit unverputzten Backsteinmauern, viel Holz und interessanter Beleuchtung besticht durch industriellen Charme. Der Kaffee aus der KvdW Spirit wird als Double Shot serviert und ist dementsprechend stark, sodass man gern eines der leckeren Gerichte wie Pancakes mit Zitronenbutter, Super Food Bowls oder sogar Bread Pudding dazu genießt. Wie die Namen schon anklingen lassen, ist die Karte allerdings nur auf Englisch erhältlich. Reservieren ist nicht möglich, also heißt es, einfach vorbeikommen und hoffen, dass man ein Plätzchen findet.

 


standl-20Standl20
München

Das „Standl20“ trägt zwar auf dem Elisabethmarkt die Standnummer 20, doch was den Kaffee angeht, ist es dort die klare Nummer Eins. Die herrlich unprätentiöse und schnörkellose Beschreibung – „Da, wo’s an Kaffee gibt“ – trifft es auf den Punkt: In dem kleinen Markthäuschen gibt es vor allem eines, nämlich sehr guten, selbst hellgerösteten Kaffee aus Kenia, Kolumbien und Äthiopien. Der wird nicht nur als Latte und Co. in der La Marzocco zubereitet, sondern auch als Cold Brew mit Aqua Monaco Tonic und schmeckt erfrischend fruchtig. Der Kaffee stammt vom Röster Johannes Bayer, der das Café zusammen mit Toni Lohde führt. Dazu gibt es frisch gebackene Kuchen. So vereint das „Standl20“ bayrische Gemütlichkeit und breites Kaffee-Know-how auf nur 20 Quadratmetern. Eine besondere Gaumenfreude ist das Kaffee-Eis am Stil, das man am besten bei Sonnenschein an einem der einladenden Tische vorm Haus genießt.

 


balz-und-balzBalz und Balz
Hamburg

Die Geschwister Kathrin und Chris Balz verbindet nicht Blut, sondern auch die Liebe zum Kaffee, die sie in ihrem Café „Balz und Balz“ ausleben. Von überall nur das Beste scheint das Motto im „Balz und Balz“ zu sein – Espresso von den Public Coffee Roasters, Tee von Companion, Marmeladen von der Fruchtkombüse, Müsli vom Glück und Selig und, was für ein Café unerwartet, aber auch unerwartet beliebt und gut ist, Leberwurst aus der Familienfleischerei. Egal, ob man drinnen mit Blick auf die silbern glänzende La Marzocco Strada oder bei Sonne unter Efeu vorm Café Platz nimmt, hier weiß man schon beim ersten Schluck aus den schlicht bedruckten Tassen, dass man
am richtigen Ort ist.

 


Populus
Berlin

Ein Stück Finnland bringen Sari und Henrik Haavisto mit dem „Populus“ nach Berlin. Erst im Februar 2016 eröffnet, ist das Populus noch so frisch und heiß wie gerade aufgebrühter Kaffee. Den gibt es hier auch als handgebrühten Filterkaffee, der sehr zu empfehlen ist. Außerdem serviert werden im Sommer Specials von Cold Brew bis hin zu Iced Flat Whites für einen erfrischenden Koffein-Kick. Espresso-Liebhaber sind mit Koffeingenüssen aus der Simonelli Aurelia II bestens bedient. Die Bohnen stammen, genau wie die Inhaber, aus Skandinavien. Diese planen allerdings, in Zukunft auch selbst zu rösten. Zudem bietet das Café original finnische Gaumenfreuden wie Karelian Pie oder Zimtschnecken. Nicht nur beim Kaffee- trinken, sondern auch allein beim Ausblick auf das Maybachufer kann man leicht ins Schwärmen geraten. Ein Neuling mit Potential also.

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Äthiopien: African Queen http://www.cremagazin.de/aethiopien-african-queen/ Thu, 17 Nov 2016 13:48:26 +0000 beans]]> http://www.cremagazin.de/?p=8578 aethiopienÄthiopien ist die Heimat des Kaffees.
In zwei – durch den großen Grabenbruch getrennten – Gebieten liegen die genetischen Ursprungszonen der Coffea Arabica. Dort finden sich Kaffees als wild wachsende Varietäten (äthiopischer Mokka) von großer genetischer Bandbreite und – vergleichbar unseren heimischen Walderdbeeren – mit einem einzigartig intensiven Aroma des Kaffees in der Tasse. Die fruchtigen Kaffees mit Noten von Waldbeeren, Blüten (Jasmin) und Kakao zeichnen sich klar vor allen anderen Kaffees ab und haben diesem Kaffeegeschmack den Namen „Mokka“ eingebracht (da die äthiopischen Kaffees lange Zeit über die jemenitische Hafenstadt Mocha verschifft und gehandelt wurden). So werden Kaffees mit intensiven Kakaotönen bis heute weltweit als „Mocha“ oder „Mokka“ bezeichnet. Daher trägt auch der in den USA sehr beliebte Cappuccino mit Schokoladenanteil den Namen „Caffè Mocha“.

Die Entdeckung des Kaffees und seiner Wirkung wird ebenfalls einem Äthiopier zugeschrieben. Ein Ziegenhirte namens Kaldi soll der Sage nach bei seinen Ziegen nach dem Verzehr roter Kirschen eines unbekannten Strauches (eines Kaffeestrauches) eine gesteigerte Belebtheit festgestellt haben. Kaldi brachte die Früchte des Strauches in ein nahe gelegenes Kloster und berichtete den Mönchen von seiner Beobachtung. Neugierig geworden, versuchten die Mönche die Früchte und stellten fest, wie sie selbst hellwach und konzentriert waren. Der Kaffee als Kraft gebender Trank war entdeckt.

Äthiopien ist zugleich das einzige Land weltweit, das eine Kaffeezeremonie besitzt. Nirgendwo sonst besteht ein festes Ritual, das zu Ehren von Gästen Kaffee bereitet. Dies ist insofern besonders in-teressant, als der Kaffee mit Ausnahme der gegenwärtigen Neuzeit an allen Orten und zu allen Zeiten ein Luxusgut war, das höchste Anerkennung besaß und für dessen Zubereitung immer weiter verfeinerte Verfahren entwickelt wurden. Interessant, warum sich vor diesem Hintergrund keine weiteren Kaffeezeremonien entwickelt haben.

Doch zurück zur äthiopischen Kaffeezeremonie. Zunächst werden Gräser auf dem Boden verstreut, in Bürogebäuden in Addis Abeba habe ich die Zeremonie auch schon auf Kunstrasenmatten genießen dürfen, anschließend wird vor den in einem Halbkreis sitzenden Gästen das Feuer entzündet und später ein Kohlenstück diesem Feuers entnommen und in ein Tonschälchen mit Weihrauch gegeben. Besonders in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Eingangshallen oder Frühstücksräumen von Hotels, kann der entstehende Rauch den Teilnehmern wirklich zu schaffen machen – persönlich empfinde ich die Kaffeezeremonien unter freiem Himmel daher als wesentlich angenehmer.

aethiopien-kaffeeroestenIn einer flachen Metallschale, der „Breth-Metad“, werden grüne Kaffeebohnen gegeben und geröstet. Die Bohnen werden dabei mit einem Metallschieber bewegt und gewendet. Meist entsteht ein sehr ungleiches Röstbild aus einer Mischung von sehr dunklen, mittleren und hellen Bohnen, die häufig Stellen intensiver Röstung aufweisen. Die gerösteten Kaffeebohnen werden nach der Röstung zunächst in einer Tonschale mit Handgriff den Gästen präsentiert, die sich dabei den Duft der frisch gerösteten Kaffeebohnen zufächern. Meist wird der Tradition folgend dreimal mit der Hand der aufsteigende Duft zugefächert. Nach der Präsentation werden die Kaffeebohnen in einem Holzmörser („Mukecha“) zerstampft und anschließend in eine Tonkanne, die „Jebena“ gegeben, in der zuvor Wasser erhitzt wurde. Die „Jebena“ steht dabei im Kohleglutnest und siedet langsam vor sich hin.

Der Kaffee wird anschließend in kleine Tonbecher (inzwischen handelt es sich dabei um aus China stammende Keramikschälchen) abgefüllt und den Gästen dargereicht. Sehr häufig gibt es dazu in ländlichen Gebieten verschiedene frische Kräuter, die dem Kaffee vor dem Verzehr zugesetzt werden. Eine für westliche Gaumen herausfordernde Praxis, die wesentliche Charakteristiken des Kaffees überdeckt. Die häufig intensiv seifig, parfümartig schmeckenden frischen Kräuter bilden dabei keine erkennbare Harmonie mit dem Kaffee.

Bereits während des Präsentierens der Kaffeebohnen wird auf der „Breth-Metad“ im verbleibendem Kaffeeöl der zuvor frisch gerösteten Bohnen Popcorn zubereitet. Dieses wird meist neutral oder leicht gesalzen zum Kaffees gereicht – in seltenen Fällen handelte es sich auch um leicht gesüßtes Popcorn.

Ich habe diese Zeremonie selbst mehrfach erlebt (in verschiedensten Regionen Äthiopiens sowie auch in mehreren europäischen Ländern) und empfinde sie in ihrer detaillierten Art bis heute sehr beeindruckend. Hinzu kommt, dass der Kaffee einen zumeist außergewöhnlich guten Geschmack besitzt, obwohl viele der Praktiken in keiner Weise das Entstehen einer balancierten Tasse Kaffee begünstigen. So ist die Röstung voll­- kommen inhomogen, das Mörsen des Kaffees inkonsistent, das Wasser zu heiß und der Kaffee – sowohl als Rohkaffee sowie als Röstkaffee – zu frisch nach der Ernte oder der Röstung und dennoch ist es, als heben sich die diversen Fehler untereinander in vielfacher Weise auf. Sicherlich ist dies auch der emotionalen Situation geschuldet – aber es gibt auch wissenschaftlich tragfähige Erklärungen.

Kurzum – Äthiopien ist ein Land, das jeder Kaffeebegeisterte zu besuchen erwägen sollte. Es ist das wohl einzige Kaffee-Erzeugerland, in dem man an fast allen Orten einen guten bis sehr guten Kaffee trinken kann. Auch sollte man die alten Kaffeebars mit italienischem Einfluß nahe des Maskal-Platzes nicht versäumen.

Die Kaffees stammen aus inzwischen bis zu 20 verschiedenen Regionen, von denen drei einen klar beherrschenden Charakter haben: Harrar, Sidamo und Yirgacheffe. Mein persönlicher Favorit bleibt dabei eine erst sehr spät als eigenständig anerkannte Kaffeeregion – das Arsi-Oromo-Gebiet in der Gegend von Gololcha. Durch die Handelspolitik des Landes wurde dieser Kaffee lange Zeit mit diversen anderen Kaffeeprovenienzen und -qualitäten gemischt und als „Jimma 5“ angeboten, was zu den niedrigsten Qualitäten des Landes zählte.

Gleiches galt für den inzwischen berühmten und beliebten äthiopischen „Wildkaffee“, der meist aus der Bonga-Region stammt. Auch dieser wurde als unbekannter Kaffee, der nicht einem der traditionellen Anbaugebiete entstammte und zugeordnet werden konnte, mit allen anderen Provenienzen und Qualitäten versetzt und als „Jimma 5“ klassifiziert. Dies war auch der Grund, warum einige der Spezialitätenkaffees aus Äthiopien so lange unentdeckt blieben.

Äthiopien darf also zu Recht als eine der bedeutendsten Kaffeenationen bezeichnet werden – mit eigenen Kaffeevarietäten, -regionen und einer einzigartigen und selbstständigen Kaffeezeremonie.

Auch bei uns in Deutschland kann man diese Zeremonie erleben. Viele Exil-Äthiopier rösten zu Hause ihren eigenen Kaffee und laden gerne und mit viel Stolz Gäste zum Kaffeezeremoniell ein. Und so bieten immer häufiger Äthiopier und Eritreer bundesweit diverse Kaffeezeremonien für Jedermann. Eine Zeremonie, die niemand aus der Kaffeebranche vergisst oder nicht kennen sollte.

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Wake me up before you brew brew http://www.cremagazin.de/wake-me-up-before-you-brew-brew/ Thu, 17 Nov 2016 10:56:01 +0000 allgemein]]> casa]]> markt]]> news]]> http://www.cremagazin.de/?p=8568 kaffee-weckerDer britische Designer Josh Renouf hatte die Idee, das aufstehen „neu zu gestalten“, wie er in einem Video der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erzählt. Wer dafür 340 Euro ausgeben will, kann seinen Kaffeemaschinenwecker erwerben. Oder man kauft sich gleich in die Firma ein und gibt ihm Geld, um die Idee zu verwirklichen.

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Kickstarterprojekt „Rafino“ http://www.cremagazin.de/kickstarterprojekt-rafino/ Thu, 17 Nov 2016 10:45:54 +0000 allgemein]]> business]]> casa]]> news]]> http://www.cremagazin.de/?p=8565 rafinoAuch besessen von der Konsistenz Ihres Kaffee-Mahlguts? Verzweifelt über die unterschiedlichen Größen und lästigen Fines? Dann sollten Sie Ihr ganzes Geld in ein Kickstarterprojekt namens „Rafino“ stecken. Dort sucht man Investoren für eine Art Box mit austauschbaren Sieben. In 100er-Schritten von 300 µ bis 1.000 µ lässt sich das Mahlgut nach Größe sortieren.

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Sensorisch optimiertes Wasser für den perfekten Barista-Job http://www.cremagazin.de/sensorisch-optimiertes-wasser-fuer-den-perfekten-barista-job/ Thu, 17 Nov 2016 08:29:31 +0000 allgemein]]> barista]]> news]]> http://www.cremagazin.de/?p=8560 bwt-world-of-coffee-dublin

Im Juni traf sich das Who’s who der internationalen Kaffeebranche bei der 16. Auflage der World of Coffee in Dublin. Das jährliche Event der Speciality Coffee Association of Europe (SCAE) ist Messeveranstaltung und zugleich Austragungsort der SCAE World Barista Championship, des weltweit wichtigsten Barista-Wettbewerbs. Der international tätige Wasserexperte BWT water+more trat in diesem Jahr erneut als Event-Host-Sponsor der WOC in Erscheinung und präsentierte seine Lösungen zur sensorischen Optimierung von Wasser für Gastronomen und insbesondere für Baristas.

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Cupping mit Wasser als Variable
Wie unterschiedlich ein identischer Kaffee schmecken kann, wenn man nur die Wasserqualität etwas variiert und hinsichtlich der Sensorik optimiert, konnten die Besucher der World of Coffee beim Cup-Tasting-Experiment mit Cem Korkmaz erfahren. „Bei unserem Cupping ist Wasser die Variable, nicht die Kaffeesorte“,
erklärt der mehrfach ausgezeichnete Barista (u. a. Österreichischer Barista-Meister 2011) und Gründer von COFFEEkult. Bei der WOC war der Innsbrucker als Wasserbotschafter für BWT water+more im Einsatz. „Die Reaktionen der Menschen beim BWT Cup-Tasting-Experiment sind immer wieder schön zu beobachten. Zum Teil erwarten die Leute vorher gar nicht, dass man mit verschiedenen Wassern irgend-etwas am Kaffeegeschmack ‚drehen‘ kann. Umso erstaunter und begeisterter fällt dann das Feedback aus. Dieses Cupping ist einfach eine tolle Möglichkeit, den Menschen ganz sinnlich zu vermitteln, wie die sensorische Wasseroptimierung von BWT water+more funktioniert.
Die liefert neben dem wichtigen Kalkschutz eine echte Geschmacksverbesserung beim zubereiteten Kaffee.“

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Produktentwicklung im engen Dialog mit Baristas
Damit ein Kaffee richtig gut schmeckt, muss ein Barista bekanntlich einiges beachten – von der Auswahl der Bohne über die Lagerung, Röstung und Mahlung bis zur Maschine, zum Handling und zum verwendeten Wasser. BWT water+more setzt auf den engen Dialog mit Baristas und Coffee-Professionals auf der ganzen Welt, um die eigenen Wasseroptimierungssysteme genau den Anforderungen anzupassen, die sich bei der Kaffeezubereitung stellen. „Die Zusammenarbeit mit diesen Kaffee-Profis, dieser Wissenstransfer, ist für uns der Ausgangspunkt für viele unserer Innovationen“, erklärt Dr. Frank Neuhausen, Geschäftsführer von BWT water+more Deutschland. Mit der Entwicklung der BWT Magnesium-Technologie etwa hat der Hersteller die Wasserfilterung für die Kaffeezubereitung auf ein neues Level gehoben: Indem der Geschmacksträger Magnesium dem Wasser passgenau zugeführt wird, während der Anteil des Kalkbildners Kalzium reduziert wird, entsteht ein ideal mineralisiertes Kaffeewasser, in dem sich die Aromen aus der Kaffeebohne bestens entfalten können.

Mit dem Support als Event-Host-Sponsor der World of Coffee 2016 setzt das Unternehmen sein jahrelanges Engagement in der internationalen Barista-Szene fort. „Wer sich hierfür qualifiziert, verfügt über viel Wissen und große Kompetenz in Sachen Kaffee. Vor allem aber über viel Leidenschaft und Hingabe. Das möchten wir honorieren, indem wir dabei helfen, solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen“, so Dr. Frank Neuhausen. „Die vielen positiven Rückmeldungen aus den Reihen der Top-Baristas – sei es hinsichtlich unseres Engagements oder der Zufriedenheit mit unseren Produkten – freuen uns und bestärken uns auf unserem Weg.“
Weitere Informationen unter: www.bwt-wam.com

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Baratza Sette http://www.cremagazin.de/baratza-sette/ Thu, 17 Nov 2016 08:06:45 +0000 casa]]> markt]]> http://www.cremagazin.de/?p=8556 baratza-setteDer aus Seattle stammende Mühlenspezialist Baratza kommt mit einer neue Serie von Maschinen heraus. „Sette“, also  Sieben heißen die Schätzchen und sind die siebte Generation von Mühlen des Unternehmens. Damit nicht genug, die Sieben findet sich auch im Design wieder. Der Motor ist horizontal angebracht, dadurch befindet sich der Bohnentrichter direkt über dem Mahlwerk. Der Kaffee fällt vertikal durch die Mühle und es gibt keinen Platz, an dem Kaffeerückstände stecken bleiben können. Auch neu: Bei der „Sette“ dreht sich nur der äußere Teil des Mahlwerks, der innere ist fixiert. Mehr als sieben Euro der Preis: je nach Version 398 bis 528 Euro.

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Barista – Neo Style http://www.cremagazin.de/barista-neo-style/ Fri, 29 Jul 2016 13:27:56 +0000 barista]]> business]]> http://www.cremagazin.de/?p=8065 bezzeraCAFFÉ AMERICANO ODER ESPRESSO?
Darauf haben hippe Cafés in Uninähe schon lange gewartet: Eine coole Italienische Siebträgermaschine mit integrierter – noch coolerer – Brühfunktion für Caffé Americano. Der wird nicht einfach nur durch ein Laufenlassen der Espressotaste gesteuert, er bekommt sein Wasser komplett in selbstständig voreingestellter Idealtemperatur und Menge. Bezzera steckt in ihre „Arcadia“ zusätzlich noch jede Menge Espressotechnologie wie eine Taste individualisierbare Brew-Ratio mittels PID-System. > www.bezzera.it

 

 


nuova simonelliMYTHEN MAHLEN
Die „Mythos One“ von Nuova Simonelli könnte tatsächlich in Rekordzeit zu einem Mythos werden. Als offizielle Mühle bei zahlreichen Barista Championships in 2015 hat sie bereits ihren Härtetest bestanden. Sie ist die erste Kaffeemühle weltweit, die mit einem innovativen „Clima ProTechnology System“ ausgestattet ist. Diese neue Technologie mit intelligenter Temperatursteuerung während des Mahlvorgangs gewährleistet eine stabile und gleichbleibende Dosierung des Kaffeemehls. So entstehen keine Temperaturschwankungen während des Mahlvorgangs. Außerdem werden statische Aufladung der gemahlenen Kaffeepartikel während des Mahlvorgangs entfernt, sodass höchste Gleichmäßigkeit des Kaffeepulvers bei jeder Mahlung gewährleistet ist. > www.nuova-simonelli.com

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Barista – Office Style http://www.cremagazin.de/barista-office-style/ Wed, 27 Jul 2016 13:20:50 +0000 barista]]> business]]> http://www.cremagazin.de/?p=8057 schaererSCHNELLE KANNE
Die Schweizer Kaffeeautomatenspezialisten von Schaerer stellen mit dem neuen „Coffee Prime“ einen Vollautomaten für kleine bis mittlere Mengen vor. Zwei Mahlwerke sind für klassischen Filterkaffee reserviert. Die Bedienung ist dabei intuitiv und eignet sich daher auch für Büros. In Stoßzeiten schafft die Maschine bis zu 500 ml in der Minute. Mittels eines seitlich schwenkbaren Brüharmes lässt sich auch eine Kanne befüllen. Für den Hotel- und Konferenzbetrieb sicherlich eine erste Wahl. > www.schaerer.com

 

 

 

 


 

cimbaly officeAUSGEZEICHNETER KAFFEE
Wann wird ein Kaffeevollautomat schon mal mit dem German Design Award ausgezeichnet? So geschehen beim „Cafina XT6″ von Melitta. Überzeugt hat die kompakte Kolbenkaffeemaschine (nur 30 cm breit) für den professionellen Bedarf die Jury unter anderem durch klare Formen, ergonomische Funktionsbereiche und weiterentwickelte Technik für eine hohe Getränkequalität in der Tasse. „Der komplett neu entwickelte Kaffeevollautomat gibt sich als echter Profi zu erkennen, ohne dabei auf emotionale Ansprache zu verzichten“, heißt es in der Begründung des Expertengremiums. Ach ja, guten Kaffee machen kann er auch. > www.melitta-professional.de

 

 

 


 

melittaKAFFEE MIT TOUCH
Mit der „S30 Perfect Touch“ zeigt Cimbali mal wieder, dass sie wie nur Wenige Automatisierung und italienische Kaffeekultur verbinden können. Hinter dem – mit 10,4’’ megagroßen – Touchscreen-Display steckt nicht nur die Möglichkeit, unterschiedlichste Variationen zuzubereiten, mittels kleiner Filme kann sich auch der Ungeübte durch die Zubereitung führen lassen. Das Titanium-Mahlwerk ist robust und für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Ein Grinding- System kontrolliert ständig die Kaffeeabgabeparameter und nimmt etwaige Korrekturen an den Mahleinstellungen und der Mahlmenge automatisch vor. > www.cimbali.com

 

 

 

 


 

egrosuisseVERY WARM WELCOME
Rancilio hat mit dem Schweizer Hersteller Egro einen Vollautomatenspezialisten im Programm. Mit der „One“ möchte man vor allem in kleineren Cafés oder Bäckereien punkten und liefert für die dort so populären Kaffee-/Milchgetränke gleich eine eigene Kühleinheit mit. Dafür ist sie übrigens auch mit zwei Milchausgängen ausgerüstet, sodass man gleichzeitig zwei Getränke von gleicher Qualität ausschenken kann. Der Tassenwärmer auf der anderen Seite sorgt hingegen für ein warmes Welcome. > www.egrosuisse.ch

 

 

 

 

 


 

mvt nevisHOCH HINAUS
Sie trägt den Namen des höchsten Bergs in Schottland und will ebenso hoch hinaus. Die neue kompakte Macchiavalley „Nevis“ erfüllt auf Knopfdruck bis zu 24 programmierte Kaffeewünsche von Espresso über Cappuccino mit fluffigem Milchschaum bis zu warmer Milch. Selbst geschmackliche Eigenkompositionen wie Chefs-Liebling oder Julias Coffee lassen sich hinterlegen. Für einen langen Arbeitsalltag mt bis zu 80Tassen hat sie zwei Mühlen und zwei Bohnenbehälter für je ein Kilo Kaffee- oder Espressobohnen an Bord. > www.mv-t.eu

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Barista – Safer Style http://www.cremagazin.de/barista-safer-style/ Mon, 25 Jul 2016 13:18:21 +0000 barista]]> business]]> http://www.cremagazin.de/?p=8053 WMFHALBAUTOPILOT
Da haut WMF einfach mal so einen Halbautomaten raus, der auch weniger versierte Servicekräfte italienisch gut aussehen lässt. Die „WMF espresso” nimmt dem Zubereiter nämlich das Mahlen und Tampern ab – bekanntermaßen zwei Schwachstellen, wenn man es nicht kann, – lässt aber den Vorgang des Siebträgereinsetzens und Brühens bei bewährter Handarbeit. Ganz stilecht, mit unterschiedlichen Einsätzen für Einzeloder Doppelbezug. Hinzu kommt eine Barista- Taste, die die Einwaage des Kaffeemehls um 15 Prozent variiert.

> www.wmf-espresso.de

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